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Corona aktuell Löst der Impfstoff von Biontech Herzmuskelentzündungen aus?

Corona aktuell: Impfstoff von BionTech
© Daniel Chetroni / Shutterstock
Laut einer Untersuchung könnte es einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer und aufgetretenen Herzmuskelentzündungen geben.

Nachdem vereinzelt Hirnvenenthrombosen durch den Corona-Impfstoff von AstraZeneca aufgetreten sind, sieht sich nun ein anderes Unternehmen mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert: Laut einer Untersuchung israelischer Forscher könnte es einen Zusammenhang zwischen Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer und Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) geben. Das israelische Gesundheitsministerium meldet, dass bei mehr als fünf Millionen Geimpften zwischen Dezember und Mai insgesamt 275 Fälle von Herzmuskelentzündungen aufgetreten sind.

Vor allem junge Männer betroffen

Das Studienergebnis deutet einen Zusammenhang zwischen der zweiten Dosis der Impfung und Herzmuskelentzündungen bei jungen Männern im Alter zwischen 16 und 30 an. Vor allem bei Männern zwischen 16 und 19 kam es im Vergleich mit anderen Altersgruppen gehäuft zu der Entzündung. Tatsächlich bewiesen ist der Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung allerdings noch nicht – hier sollen weitere Untersuchungen folgen. Denn abgesehen von der Impfung könnte auch eine bakterielle Infektion für die Herzmuskelentzündung ursächlich sein. Ebenso ist möglich, dass sie die Folge einer Infektion mit dem Coronavirus ist.

Vorteile der Impfung überwiegen das Risiko

Ab der nächsten Woche wolle man laut dem israelischen Koordinator für die Pandemiebekämpfung, Nachman Asch, in Israel damit beginnen, die 12- bis 15-Jährigen zu impfen. An diesem Plan hält man nun nach längeren Beratungen mit dem Gesundheitsministerium fest: "Die Vorteile überwiegen die Risiken", so Asch. In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es dazu: "Die Fälle von Herzmuskelentzündungen bei 16- bis 19-Jährigen waren selten und sind meist ohne Komplikationen verlaufen."

Pfizer erklärte inzwischen, dass das Unternehmen Kenntnis von den Untersuchungen aus Israel hat. Bisher sei aber kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und der Herzmuskelentzündung belegt worden. Außerdem gäbe es bisher auch keine Daten, die belegen, dass es aktuell eine höhere Rate von Herzmuskelentzündungen gibt, als man in der Bevölkerung im Normalfall erwarten könnte. Mögliche Nebenwirkungen würden aber genau überwacht und man stünde im Austausch mit der Abteilung für Impfstoffsicherheit im israelischen Gesundheitsministerium.

Verwendete Quellen: zeit.de, tagesspiegel.de Mitteilung des israelischen Gesundheitsministeriums

Brigitte

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