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Corona aktuell 100 Leute feiern Fasching – und flüchten auf Skiern vor der Polizei

Corona aktuell: Fasching mit Maske feiern
© KarepaStock / Shutterstock
In Sachsen hat am Wochenende trotz Corona eine illegale Faschingsparty stattgefunden. Mitten in der Pandemie versammelten sich hunderte Menschen zum Feiern – bis die Polizei anrückte.

Sich verkleiden, anstoßen, ein wenig Ski fahren und feiern, doch, so eine Winter-Faschingsparty kann sicher Spaß machen. Wenn wir nicht gerade in einer Pandemie leben würden. Die Kanervalszeit scheint manche Menschen erneut an die Grenzen der Legalität zu bringen – oder diese weit überschreiten zu lassen. Die Polizei Sachsen meldete für das Wochenende einen massiven Corona-Verstoß.

Im Erzgebirgskreis soll in Marienberg am Sonntag eine große Faschingsfeier stattgefunden haben. Die Polizei wurde durch einen anonymen Hinweis auf die Party aufmerksam gemacht. Als die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen, bestätigte sich der Verdacht. Rund 100 Wintersportler sollen laut Polizei auf einem Feld an einem Rodelhang Fasching gefeiert haben. Dabei sollen weder Abstandsregelungen eingehalten noch Masken getragen worden sein. 

Corona-Fasching im Schnee

"Dicht an dich" sollen die Kostümierten laut Pressemitteilung der Polizei gefeiert haben, Ski gefahren und munter gerodelt sein. Die Skier sollen zum Fluchtobjekt umgewandelt worden sein: Als die Feiernden die Polizei bemerkten, flohen sie teils auf Skiern in verschiedene Richtungen und beleidigten die Beamten.

Der ausfallend gewordene Faschingsgast wurde mittlerweile gefasst. Nach Zeugenbefragungen konnte er identifiziert werden, auf diese Weise erhoffen sich die Polizist*innen nun auch die Identifizierung weiterer Feiernder. Es wurden gleich mehrere Anzeigen gegen den jungen Mann gestellt – wegen Beleidigung, Volksverhetzung und Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung. 

Nach der Bund-Länder-Konferenz letzte Woche sind private Treffen, geschweige denn Partys, nach wie vor untersagt. Mitglieder eines Haushalts dürfen sich nur mit einer nicht im Haushalt lebenden Person treffen – die 100 Feiernden verstießen somit massiv gegen die Corona-Maßnahmen.


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