VG-Wort Pixel

Corona aktuell Impfpriorisierung könnte im Mai überflüssig werden

Corona aktuell: Impfdose
© solarseven / Shutterstock
Kassenärzt*innen erwarten, dass sie schon im Mai damit anfangen können, Erwachsene unabhängig von der Risikogruppe zu impfen. Welche Gründe gibt es dafür?

Es gibt endlich eine gute Nachricht im schon lange andauernden Impfchaos: Die Kassenärzt*innen erwarten, dass sie bereits im Mai die festgelegte Priorisierung der COVID-19-Impfungen aufheben können. Das würde bedeuten, dass auch Erwachsene fernab der Risikogruppen ihre erste Impfung erhalten könnten.

Fachärzte impfen bald mit

Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen starten im Mai auch die Fachärzt*innen mit den Impfungen. Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), sagte dazu gegenüber der FAZ: "Im Mai sind neben den Hausärzten sukzessive auch die Fachärzte mit an Bord, und wir werden immer mehr gesunde Menschen und andere Personen außerhalb der derzeit berechtigten Gruppen impfen." Und weiter: "Ich rechne damit, dass im Mai auch die Priorisierungsvorschriften sukzessive fallen und von dann an jeder Erwachsene eine Impfung erhalten kann."

Bisher seien demnach aus den Risikogruppen mit der höchsten Priorisierung etwa 16 Millionen Menschen das erste Mal geimpft worden, etwa fünf Millionen davon haben auch die zweite Impfung schon erhalten und gelten damit als immun gegen das Coronavirus. Gassen rechnet damit, dass den Impfzentren und den Arztpraxen im Mai wöchentlich gut 4 bis 4,5 Impfdosen zur Verfügung stehen. Die priorisierten Personengruppen seien so bald durchgeimpft, sodass die Impfungen zeitnah für alle Erwachsenen offenstehen könnten.

Mehr Impfdosen sollen geliefert werden

Der zweite Grund für Gassens zuversichtliche Einschätzung ist eine überraschende Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Demnach sollen in der kommenden letzten Aprilwoche fast 2,1 Millionen Impfstoffdosen an die Praxen geliefert werden. Das sind nicht nur generell fast 1,1 Millionen mehr als in den letzten Wochen, sondern auch 570.000 mehr als ursprünglich geplant. Hintergrund ist die Ankündigung des Herstellers Biontech/Pfizer, nächste Woche gut 916.000 mehr Impfdosen zur Verfügung zu stellen. Bisher war man davon ausgegangen, dass die Arztpraxen nächste Woche maximal 30 Dosen dieses Impfstoffes bestellen können, jetzt sind es etwa 48 Dosen.

Quellen: faz.net


Mehr zum Thema