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Corona aktuell Impfungen in Hausarztpraxen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Corona aktuell: Frau wird geimpft
© BaLL LunLa / Shutterstock
Noch heute sollen deutschlandweit die Hausärzt*innen mit den Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Wir klären alle wichtigen Fragen und Antworten dazu.

Mit den Impfungen gegen das Coronavirus geht es nach wie vor eher schleppend voran. Deshalb nimmt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun auch die Hausärzt*innen in die Pflicht: Ab heute soll man sich bundesweit auch in den Hausarztpraxen impfen lassen können. In den ersten Wochen im April sind dafür etwa eine Million Impfdosen vorgesehen. Hier klären wir die wichtigsten Fragen zur neuen Impfstrategie.

1. Wie viele Impfungen können pro Woche durchgeführt werden?

Für diese erste Woche ist das Angebot an Impfdosen in den Hausarztpraxen noch bescheiden: Rund 35.000 Praxen von 54.000 sollen in dieser Woche mit dem Impfen starten, insgesamt erhalten sie zusammen aber nur 940.000 impfen Dosen. Das entspricht lediglich rund 26 Dosen pro Praxis. Ab dem 26. April soll sich das Angebot aber deutlich erhöhen – mehr als drei Millionen Impfdosen sollen dann in den Hausarztpraxen landen.

2. Wer kann sich impfen lassen?

Generell gilt auch bei den Hausarztpraxen die bereits festgelegte Prioritäten-Reihenfolge für die Impfungen. Laut Bundesgesundheitsministerium wird es aber keine zentrale Einladung für die jeweiligen Patient*innen geben – die Praxen können selbst regeln, wie sie die Termine vergeben. Möglich sind beispielsweise Telefonanrufe oder Onlinebuchungen. Außerdem können die Praxen basierend auf der Priorisierungsverordnung auch Patient*innen vorziehen, die aus medizinischer Sicht besonders gefährdet sind.

3. Wie laufen die Impfungen ab?

Die Hausarztpraxen können immer dienstags bis 12:00 Uhr bei den Apotheken ihre Impfdosen für die jeweils darauf folgende Woche ordern. Geliefert werden die Impfmittel dann am Montagnachmittag, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung erklärt. Aufgrund der begrenzten Menge des Impfstoffes müssen die Praxen zu Beginn damit rechnen, dass eventuell weniger Dosen geliefert werden, als bestellt wurden. Die Information darüber soll aber bis zum Donnerstag in der Woche vor der Lieferung beim Hausarzt vorliegen, damit eventuell bereits vergebene Impftermine kurzfristig verlegt werden können.

4. Welcher Impfstoff wird verwendet?

Während der ersten beiden Aprilwochen soll laut Spahn nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den Hausarztpraxen zum Einsatz kommen, da nur dieser aktuell in entsprechender Menge verfügbar sei. Ab dem 19. April soll zusätzlich der Impfstoff von AstraZeneca verimpft werden, anschließend auch der von Johnson & Johnson. Aufgrund der Knappheit der Impfstoffe sei es auch in den Praxen zunächst nicht möglich, sich das Impfmittel auszusuchen.

5. Muss ich die Impfung bezahlen?

Ärzt*innen bekommen pro Corona-Impfung (Aufklärung und Beratung sind inklusive) 20 Euro Vergütung, die über die Kassenärztliche Vereinigung abgerechnet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Patient*innen gesetzlich oder privat versichert sind – die Impfkosten trägt der Bund. Aktuell sind laut einer Vorlage des Finanzministeriums dafür bis zu 1,5 Milliarden Euro einkalkuliert. 100 Millionen davon sollen auf den April fallen, 650 Millionen auf den Mai und 730 Millionen auf den Juni.

Verwendete Quellen: tagesschau.de, dpa, zdf.de


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