"Ich zerreiße mich": Mutter postet Wut-Video zum Corona-Wahnsinn

Bei dieser Mutter liegen die Nerven blank. Dank Coronakrise soll sie vier Kinder bei den Schulaufgaben zu Hause betreuen. Jetzt macht sie ihrem Frust in einem Wut-Video Luft – und hat dabei eine deutliche Nachricht an alle Lehrer.

Den ganzen Tag habe sie jetzt ihre vier Kinder zu Hause und ständig schickten ihr die Lehrer Nachrichten mit Anweisungen dazu, was die Kinder in der freien Zeit lernen sollen, schildert die Mutter in dem Video, das derzeit auf Twitter viral geht. "Stellt euch vor, wie viele Whatsapps, wie viele Lehrer pro Kind, wie viele Fächer pro Kind", schildert sie. "Das funktioniert nicht, dieses ganze Lernen aus der Ferne".

"Was glaubt ihr denn?"

"Ich habe nur zwei Computer im Haus. Sie streiten sich seit dem Morgen um die Computer. Ein Lehrer meiner Tochter lebt in einer Traumwelt und glaubt, dass sie um acht Uhr vor dem Bildschirm sitzt, um ihn zu sehen."

Die Mutter macht klar: "Um acht Uhr hat sie es gerade mal geschafft, im Bett auf die Seite zu rollen. Was glaubt ihr denn?!"

"Lehrer, schaltet mal einen Gang zurück"

Die Musik-Lehrerin ihres Sohnes habe ihr ein Notenblatt geschickt. "Was soll ich mit dieser Information anfangen?", schimpft die Mutter. "Was? Habe ich eine Musikband bei mir zu Hause? Ich kann keine Noten lesen! Moment, ich hole schnell meine Klarinette und helfe meinem Sohn mit den Noten. Genug Leute, Lehrer, schaltet mal einen Gang zurück."

Immer wieder werde sie danach gefragt, wie es ihren Kindern gehe. "Wie soll es dem Kind schon gehen? Es ist die ganze Zeit am Handy. Ihm geht's gut." Jedem ihrer Kinder gehe es gut: "Sie schlafen gut, essen gut. Sie hören nicht auf zu essen."

Ganz anders sehe das allerdings bei ihr aus:

Ich zerreiße mich! Ich rotiere von Kind zu Kind. Hier Naturwissenschaften, da Mathe. Woher soll ich das alles wissen?

So wütet sie in dem Video.

Schließlich beendet sie ihre wütende Botschaft mit einem deutlichen Appell: "Was sage ich hier? Ihr habt uns schon fertig gemacht. Wenn wir nicht an Corona sterben, dann an diesem Fernstudium. Das war's. Ich hab's gesagt. Ich bitte euch, schaltet einen Gang runter. Macht mal halblang. Lasst sie in Frieden."

Keine Windeln wegen Hamsterkäufen: Mutter in Tränen aufgelöst

Mit diesen deutlichen Worten spricht die Mutter aus Israel wahrscheinlich auch vielen Eltern in Deutschland aus der Seele. Die aktuelle Situation ist zweifellos eine außergewöhnliche Belastung.

Es ist sehr zu hoffen, dass der Corona-Ausnahmezustand nicht mehr allzu lange so weiter gehen wird – und bis dahin alle dazu beitragen, dass wir diese Situation so entspannt wie möglich aushalten können. 

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