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Corona aktuell Virus-Ausbruch nach Gemeinderatstagung – Rathaus in Nachbargemeinde muss schließen

Corona aktuell: Masken liegen auf dem Boden
© Apple_Mac / Shutterstock
Maskenpflicht und Abstandsregeln haben nicht geholfen: Im Rathaus und im Gemeinderat zweier oberbayrischen Gemeinden kam es trotz Sicherheitsvorkehrungen zu Corona-Ausbrüchen. Mehrere Personen sind infiziert, viele weitere nun in Quarantäne.

Dass der Arbeitsplatz ein Ort ist, an dem vergleichsweise viele Corona-Infektionen passieren, ist mittlerweile bekannt. Deshalb empfehlen Politiker:innen wie Expert:innen ja auch, wenn möglich, im Home Office zu arbeiten. Leider war das einigen Mitarbeiter:innen des Aßlinger Rathauses offenbar ebenso wenig möglich wie dem Team des Emmeringer Gemeinderats. Und so sind nun mehrere von ihnen mit dem Virus infiziert, einige weitere in Quarantäne, und das Rathaus in Aßling ist erst einmal dicht.

17 Infizierte nach Gemeinderatssitzung

Wie der "Münchener Merkur" berichtet, musste sich nach einer Sitzung Ende April der gesamte Emmeringer Gemeinderat sowie einige Zuschauer:innen in Quarantäne begeben – der Grund: Kurz nach dem Termin wurden zwei Anwesende positiv auf das Coronavirus getestet. Im Anschluss wurde bei sechs weiteren des Gemeinderatsteams eine Infektion nachgewiesen, auch bei der Bürgermeisterin von Emmering, Claudia Streu-Schütze. Laut "Merkur" seien alle in der knapp 6.000 Seelen  Gemeinde registrierten Coronafälle der folgenden Tage auf die Gemeinderatssitzung zurückzuführen – insgesamt seien bislang 17 bekannt.

Ausbruch im Rathaus der Nachbargemeinde – Zusammenhang wahrscheinlich

Zur selben Zeit kam es auch im Rathaus der Nachbargemeinde Aßling, das für die Verwaltungsgemeinschaft mit Emmering und Frauenneuhartin zuständig ist, zu einem Ausbruch: Fünf Beschäftigte hatten sich dort nachweislich infiziert, fünf weitere mussten sich infolgedessen in Quarantäne begeben. Da es immer wieder Berührungspunkte und Kontakte zwischen des Emmeringer Gemeinderats und Mitarbeiter:innen des Aßlinger Rathauses gibt, ist ein Zusammenhang der beiden Ausbrüche wahrscheinlich. Auch die Emmeringer Bürgermeisterin Claudia Streu-Schütze hat beispielsweise einen Arbeitsplatz in dem Rathaus. Das aufgrund des Vorfalls für Besucher:innen vorerst gesperrt wurde.

Ist die britische Mutante schuld?

Dass es trotz Maskenpflicht und Abstandsregeln in Rathaus und Gemeinderat zu einem Ausbruch kommen konnte, liege nach Ansicht der Bürgermeister:innen der Gemeinden an der Ansteckungswirkung der britischen Mutante, zitiert "Merkur". "Wahrscheinlich war es nicht zu verhindern", so der Aßlinger Bürgermeister Hans Fent über den Ausbruch im Rathaus. Es sei denn, die Infizierten wären im Home Office geblieben.

Verwendete Quelle: Merkur.de

sus

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