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Was ist das Coronavirus eigentlich genau?

Coronavirus: Virengrafik
© Lightspring / Shutterstock
Das Coronavirus ist eine Infektionserkrankung, die für verschiedene grippeartige Symptome sorgen kann. Hier erfährst du, was du über das Virus wissen solltest.

Wie erkenne ich das Coronavirus?

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist eine Infektionskrankheit, die vor allem via Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen wird, die Atemwege befällt und für grippeartige Symptome sorgen kann. Da die Beschwerden der aktuellen Pandemie recht unspezifisch sind und zu verschiedenen Atemwegserkrankungen passen, ist es für Laien schwierig, eine Infektion zuverlässig zu erkennen.

Bisher gibt es weder wirksame Medikamente noch eine Impfung gegen das Coronavirus, deshalb ist die Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen der beste Schutz davor. Erstmals trat das Coronavirus Ende 2019 in der Provinz Hubei in China auf und verbreitete sich von dort über die ganze Welt

SARS-CoV-2 oder COVID-19?

SARS-CoV-2 ist die korrekte Bezeichnung für das Virus selbst, COVID-19 bezeichnet die Erkrankung, die die Viren auslösen.

Symptome im Überblick

Am häufigsten leiden Betroffene hierzulande unter folgenden Symptomen:

Manche Patienten zeigen außerdem Symptome wie Kurzatmigkeit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und/oder Halsschmerzen. Tatsächlich gibt es auch symptomfreie Betroffene, die deshalb gar nicht merken, dass sie infiziert sind. Wieder andere entwickeln schwere Lungenentzündungen oder Lungenversagen, wodurch das sogenannte Akute Atemnot-Syndrom (ARDS) entstehen kann.

Dabei treten Wassereinlagerungen in den Lungenflügeln auf, was die Sauerstoffaufnahme im Blut verschlechtert. Dadurch wiederum werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Patienten müssen auf der Intensivstation behandelt und künstlich beatmet werden. ARDS kann schlimmstenfalls zum Tod führen.

Übertragungswege des Coronavirus

Bei der Tröpfcheninfektion gelangen die Viren über feinste Tröpfchen beim Niesen oder Husten in die Atemluft und können so die Schleimhäute anderer Personen befallen. Man geht davon aus, dass die Tröpfchen bis zu zwei Meter weit fliegen können. Wer unbewusst infiziert ist, kann das Coronavirus daher durch engen Kontakt zu anderen Menschen leicht übertragen, ohne es zu merken.

Theoretisch kann eine Infektion aber auch über eine Schmierinfektion übertragen werden. Das schließt z. B. Händeschütteln und das Berühren von Oberflächen wie Türgriffen oder Handläufen ein, wenn man sich anschließend mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fasst. 

Forscher untersuchen gerade, wie lange die Viren auf verschiedenen Oberflächen überleben können. Erste Tests zeigen beispielsweise, dass das Virus auf Plastik für bis zu drei Tage nachweisbar ist. Bisher gibt es keinen nachgewiesenen Fall durch eine Übertragung von Oberflächen, das Risiko kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Inkubationszeit und Risiko

Die Inkubationszeit bezeichnet den Zeitraum zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit. Beim Coronavirus gehen die Experten davon aus, dass die Inkubationszeit häufig zwischen fünf und sieben Tagen liegt, sich aber auch bis zu 14 Tagen hinziehen kann. Viele Patienten bemerken die ersten Symptome etwa vier Tage nach der Infektion.

Theoretisch kann jeder Mensch am Coronavirus erkranken, es gibt jedoch auch Risikogruppen. Dazu zählen ältere Personen ab 50 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen, z. B. Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes. Diese Risikogruppen haben zudem nicht nur eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Krankheitsverlauf bei ihnen schwer ist, sie versterben auch eher an der Infektion.

Krankheitsverlauf und Behandlung

Die Symptome bei leichten bis mittelschweren Infektionen klingen laut Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Regel nach etwa zwei Wochen ab. Wer einen schweren bis sehr schweren Krankheitsverlauf hat, kann zwischen drei und sieben Wochen unter Beschwerden des Coronavirus leiden.

Da bisher kein Medikament zur Verfügung steht, geht es bei der Behandlung vor allem darum, die Symptome zu lindern. Dafür sollte man sich schonen, viel trinken und nach Absprache mit dem Arzt eventuell Schmerzmittel oder Fiebersenker einnehmen. Bei akuter Luftnot muss sofort der Notarzt gerufen werden!

Bin ich nach einer Infektion immun?

Man weiß noch zu wenig über den Erreger, um sagen zu können, dass man nach einmaliger Infektion Immunität genießt. Eine kleine Studie an Rhesusaffen belegt, dass die Tiere nach einer Infektion immun waren und auch bei höherer Virenkonzentration nicht erneut erkrankten. Dieses Ergebnis ist jedoch nicht direkt auf den Menschen übertragbar – erst in einigen Monaten werden Forscher zur Immunität beim Menschen klare Aussagen treffen können.

Wie schütze ich mich vor der Infektion mit dem Coronavirus?

Aktuell ist der beste Schutz gegen eine Infektion immer noch, Hygieneregeln zu befolgen und Kontakt zu anderen Menschen zu meiden. Wenn möglich, bleibt man dafür so viel wie möglich zu Hause. Wer das nicht kann, sollte in der Öffentlichkeit mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen wahren. Zu den Hygienemaßnahmen zählen:

  • Häufig die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen
  • Sich nicht ins Gesicht fassen
  • Husten oder Niesen entweder in ein Papiertaschentuch, das anschließend sofort entsorgt wird, oder in die Ellenbeuge

Lesetipp: Du hast einen konkreten Corona-Verdacht bei dir? Hier erfährst du, was jetzt zu tun ist!


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