Sie quälten ihre Kinder für Youtube-Videos - nun sind sie das Sorgerecht los

Streiche spielen und Leute veräppeln, das kommt bei Youtube immer gut an. Dieses Paar aus England hat den Bogen allerdings weit überspannt - und muss nun die Konsequenzen tragen!

Mehr als 700.000 Leute haben die Videos von Mike Martin auf YouTube abonniert. Sie schauen immer wieder zu, wenn Martin lustige Videos aus seinem Eltern-Alltag mit seiner Frau zeigt - doch nun hat der Familienvater den Bogen mehr als überspannt.

Nachdem die sogenannten Prank-Videos des Paares (Prank = Streich) gut ankamen, haben die beiden ihren Kindern immer neue Streiche gespielt und sie dabei auf Video aufgenommen. Wobei - Streiche kann man das, was sie mit dem kleinen Cody und seiner Schwester Emma anstellen, schon gar nicht mehr nennen.

In einem Clip haben die Eltern auf dem frisch gereinigten Teppich Spezialtinte verteilt, die von selber wieder verschwindet - doch das wusste der kleine Cody ja nicht. Vor laufender Kamera machten die Eltern den Kleinen nieder, warum er den Teppich versaut habe - auf den Bildern ist deutlich zu sehen, wie Cody vor Scham und Angst im Boden versinken möchte.

Vorgetäuschte Adoption als schlechter Scherz

Ein anderes Mal erzählte sein Vater dem Jungen, er habe ihn zur Adoption freigegeben. "Gleich kommt deine neue Familie und holt dich ab," erzählt Mike seinem zu Tränen aufgelösten Sohn, der wegrennt und sich versteckt.

Die Qualen der Kinder müssen unvorstellbar sein - und alles nur für fünf Minuten Ruhm bei Youtube! Dass die beiden den Bogen überspannt haben, haben auch die Zuschauer gemerkt. Nachdem die "Streiche" immer schlimmer wurden, haben sie die Behörden eingeschaltet. Und die haben gehandelt: Mike und seiner Frau wurde das Sorgerecht für die Kinder entzogen, sie sind jetzt bei ihrer leiblichen Mutter.

Das Paar hat die umstrittenen Videos vom Netz genommen und eine Entschuldigung gepostet, in der sie ihren Fehler unter Tränen eingestehen. Sie haben nur das jeweils vorige Video immer übertreffen wollen - niemals haben sie den Kindern ernsthafte Schäden zufügen wollen.

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