Krebs erfunden: Mann belügt seine Ehefrau neun Jahre lang

Er behauptete, er habe Krebs. Lucy Witchard aus Leicester wurde neun Jahre lang von ihrem Ehemann belogen. Es stellte sich heraus: David Carroll wollte nur Geld kassieren.

Er hat mir so viel Lebenszeit gestohlen! 

Was für eine bitterböse Überraschung für Lucy Witchard (31) aus Leicester in England. Neun Jahre lang wurde sie von ihrem Ehemann, David Carroll, belogen. Er sagte ihr, er sei an Krebs erkrankt und kassierte mehr als 2000 Euro von ihrer Mutter für erfundene Krebs-Behandlungen.

David und Lucy lernten sich 2006 kennen. Sie heirateten 2011. Von Anfang an erzählte David seiner Frau, dass er Krebs habe. Doch sie durfte ihn nie ins Krankenhaus begleiten. Der BBC erzählte Lucy Witchard:

Er sagte immer, er wolle mich davor schützen und ich würde im Krankenhaus nur zu emotional werden. 

Und weiter:  

Wenn ich seine Behandlungen in Frage stellte, sagte er, dass unsere Beziehung nicht funktionieren könne, wenn ich ihm nicht vertrauen würde.

Im Jahr 2015 erzählte David schließlich seiner Schwiegermutter, dass er "vermutlich nur noch fünf bis zehn Monate zu leben habe". Daraufhin gab sie ihm das Geld für die erfundenen Krebs-Behandlungen. Mit dem Geld von seiner Schwiegermutter gönnte David sich einen Urlaub in den USA. Von wegen Krebs-Behandlung!

Doch schließlich glaubte Lucy ihrem Mann nicht mehr, all die widersprüchlichen Aussagen über die vielen Jahre hatten sie zu misstrauisch gemacht. Aber selbst als sie ihn mit ihren Zweifeln konfrontierte, versuchte er noch, seine Lügengeschichte aufrecht zu erhalten. Lucy erzählt:

Er brachte sogar einen Kollegen dazu, mich anzurufen und so zu tun, als sei er sein Arzt. Nach diesem Anruf wusste ich, dass unsere Ehe vorüber war.

Doch selbst nach der Scheidung hörte David Carroll nicht auf, Krankheiten vorzutäuschen, um Geld zu bekommen. Seinen Rugby-Teamkollegen erzählte er ebenfalls, er habe Krebs und leide außerdem an einer Herzschwäche, die operiert werden müsse.

Inzwischen wurde David Carroll vom Gericht zu 26 Wochen Haft verurteilt, die auf zwei Jahre Bewährung ausgesetzt wurden. Das erschwindelte Geld muss er zurückzahlen. Außerdem muss er 180 unbezahlte Arbeitsstunden leisten.

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