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Er lebt seit 20 Jahren auf einer einsamen Insel und hat eine wichtige Botschaft für uns

Er lebt seit 20 Jahren auf einer einsamen Insel und hat eine wichtige Botschaft für uns
© SJ Travel Photo and Video / Shutterstock
Dieser Mann lebt ein echtes Aussteiger-Leben: David Glasheen war in den 80er Jahren Multi-Millionär, dann verlor er alles und zog auf eine einsame Insel. Was wir von ihm lernen können.

Ist er der wahre Robinson Crusoe? David Glasheen hat einen weißen Rauschebart, einen treuen Begleiter und lebt seit 20 Jahren auf einer einsamen Insel. Und er hat eine wichtige Botschaft für uns alle.

Er hatte alles - und hat alles verloren

Glasheen war in den 1980er Jahren ein (erfolg)reicher Geschäftsmann, ein Multimillionär. Dann verlor er alles - sein Geld und letztlich auch seine Frau: Beim großen Börsencrash 1987 lösten sich seine Millionen in Luft auf, später ließ ihn deswegen seine Gattin sitzen.

David Glasheen beschloss, sein altes Leben hinter sich zu lassen. Dabei hatte er zunächst nur eine Geschäftsidee gehabt: Auf Restoration Island, einer einsamen Insel wenige hundert Meter vor der Australischen Küste, wollte der Geschäftsmann ein beliebtes Touristenziel aufbauen.

Spontan beschloss er, alles hinter sich zu lassen

Doch dann verliebte sich David selber in diesen Ort, den er heute das einzig wahre Paradies nennt. Und so verwarf er seine Idee vom Touri-Geschäft, baute sich eine Wellblechhütte und lernte, wilde Tiere zu vertreiben oder zu erlegen.

Seit 1997 lebt David Glasheen nun auf seiner Trauminsel. Sein einziger stetiger Begleiter ist Hund Quasimodo, der mit ihm viele Abenteuer auf ihrer Traum-Insel erlebt. David läuft nackt durch sein Paradies, nur wenn Touristen oder Journalisten kommen, zieht er eine seiner Badehosen über.

Er hat sich das Fischfangen beigebracht, das Floßbauen und viele anderen Dinge: "Es ist wie Klavierspielen: Du musst einfach anfangen und es tausendmal machen, um es zu lernen", sagte er mal zu einem Kamerateam.

Solaranlage und Internetleitung

Und auch wenn David Glasheen weder fließendes Wasser noch Strom vom Festland hat, muss er nicht auf gewisse Annehmlichkeiten verzichten. Der Aussteiger hat eine Solaranlage auf seinem Dach und einen Generator, mit dem er seinen Kühlschrank betreibt. Und: Er hat inzwischen sogar Internet, um hin und wieder mit dem "Rest der Welt" in Kontakt zu bleiben.

Generell bedrückt ihn manchmal die Einsamkeit auf seiner Insel - er hätte gerne wieder eine Frau an seiner Seite und hat deswegen auch schon Kontaktanzeigen geschaltet.

Eine wichtige Botschaft an die Welt

Die wichtigste Lektion, die der ehemalige Multi-Millionär in seinen Jahren auf der einsamen Insel gelernt hat und nun weitergeben möchte, ist, dass Geld uns nicht glücklich macht: "Es ist krank. Geld macht uns krank", sagte er in einem Interview.

Und er ist sich auch sicher, dass unsere Konsumgesellschaft für viele Probleme verantwortlich ist: "Du kauft dir Dinge, die du eh nicht brauchst. Was du wirklich brauchst, das hat nichts mit Geld zu tun. Sondern nur mit dem hier" - sagt er, und zeigt auf seinen Kopf.

In den letzten Jahren hatte David Glasheen immer wieder Besuch von Journalisten und TV-Teams. Wer sich einen Eindruck von seinem Leben auf der einsamen Insel machen möchte, kann das zum Beispiel hier in diesem ARD-Beitrag tun.


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