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"Die Höhle der Löwen" "Early Green" im BRIGITTE-Test: Veganer Fleischgenuss aus der Tüte?

Bernd und Nicole Sell am Set von "Die Höhle der Löwen" mit ihrem Fleischersatzprodukt "Early Green"
© RTL / Bernd-Michael Maurer
In der neuen "Die Höhle der Löwen"-Folge am 18. Oktober stellt das Gründerpaar Nicole und Bernd Sell ihre veganen Fleischersatzprodukte unter der Marke "Early Green" vor. Wir haben sie für euch getestet.

Wer sich vegan ernährt, tut dies meist nicht, weil ihr oder ihm kein Fleisch schmeckt. Oft hat die Entscheidung tieferliegende Gründe – wie Handelsketten, Tierschutz oder Nachhaltigkeit allgemein. Damit der Geschmack von Fleisch auch Menschen nicht verwehrt bleibt, die sich (vorwiegend) vegetarisch oder vegan ernähren, hat das Gründerehepaar Nicole und Bernd Sell unter der Marke "Early Green" vegane Fleischersatzprodukte entwickelt.

"Die Höhle der Löwen": So funktionieren die "Early Green"-Produkte

"Early Green" hat drei verschiedene vegane Fleischsorten im Angebot: Burger, Gyros und Steak. Klarer Vorteil gegenüber echtem Fleisch: Die Produkte können ganz einfach im Schrank aufbewahrt werden und sind lange haltbar.

Auch die Zubereitung soll einfach sein: Das jeweilige Basisprodukt wird lediglich mit eiskaltem Wasser und etwas Öl vermischt, zu einer Masse verknetet, ruht dann kurz im Kühlschrank und wird schließlich angebraten – fertig! 

Weiterer Pluspunkt: Die Produkte von "Early Green" sind reich an Proteinen und Ballaststoffen und gleichzeitig cholesterinfrei.

Veganes Fleisch aus der Tüte: Kann das schmecken?

Wir wollen es wissen und machen den Test. Ich, Sabine, ernähre mich weder vegetarisch noch vegan, bin aber offen für solche Alternativen und habe bereits Fleischersatzprodukte gerne gegessen. Ich teste alle drei Varianten von "Early Green": Burger, Gyros und Steak.

Die Burger-Mischung von Early Green wird mit kaltem Wasser und etwas Öl vermengt
© privat / Brigitte

Was bei der Zubereitung auffällt, ist, dass sie tatsächlich recht unkompliziert ist. Das kommt mir gelegen, da es oft schnell gehen muss. Einzige Ausnahme: Beim Gyros müssen die einzelnen Stücke zugeschnitten werden. Das dauert einen Moment und wäre mir auf Dauer zu kleinteilig. Die fertig gemischte Masse ähnelt in allen drei Fällen optisch tatsächlich rohem Fleisch und hat auch einen gewissen Fleischgeruch. Beim Braten in der Pfanne muss ich sehr aufpassen, dass mir nichts anbrennt. 

Beim Geschmackstest ergeben sich für mich Unterschiede. Der Burger schmeckt mir richtig gut – vor allem die Konsistenz überzeugt mich. Anders als bei anderen alternativen Burger-Patties, die ich bereits ausprobiert habe, ist das "Fleisch" tatsächlich saftig. Super!

Das Gyros und das Steak können mich leider nicht überzeugen. Geschmacklich sind sie mir zu künstlich und zu salzig

Das vegane Gyros von Early Green auf Salatblättern, Tomaten mit Zaziki
© privat / Brigitte

Mein Fazit: Die veganen Burger-Patties sind super – gerne wieder. Gyros und Steak bleiben für mich hingegen ein interessantes Experiment.

Wie beurteilt eine Vegetarierin die Produkte?

Ich, Claudia, esse seit knapp zehn Jahren vegetarisch: In dieser Zeit habe ich verschiedenste Fleischersatzprodukte probiert, mich durch vegetarische Fertigprodukte gekostet und natürlich auch diverse vegetarische Burger- /Steak- und Gyrosrezepte selber nachgekocht. Entsprechend bin ich auf die "Early Green"-Produkte sehr neugierig, da sie eine schnelle und unkomplizierte Alternative zu selbst gemachten Burger-Patties oder aufwendigem Seitan-Gyros versprechen. 

Grundsätzlich ist die Zubereitung aller drei "Early Green"-Produkte kinderleicht: Das Pulver wird mit Wasser und etwas Öl vermengt, ruht danach kurz im Kühlschrank und wird anschließend entsprechend geformt und gebraten. Nur das Gyros ist aufgrund seiner Form etwas schwieriger zurechtzumachen. Im Großen und Ganzen funktioniert aber alles gut, bis auf dass das Gyros schnell anbrennt und trotzdem recht lange benötigt, um durchgebraten zu sein. Bei dem Steak und den Burgern habe ich hingegen keine Probleme bei der Zubereitung. Auffällig ist, dass die fertig geformten Bürger in der Pfanne tatsächlichen Fleisch-Patties erstaunlich ähnlich sehen und auch der Geruch irgendwie daran erinnert. Ein Pluspunkt also für Fleischliebhaber, die hin und wieder auf Alternativen zurückgreifen wollen. Aber was ergibt nun der Geschmackstest?

Durch mein langes Vegetarier-Dasein habe ich fast vergessen, wie Fleisch schmeckt und beurteile demnach "Fleischersatzprodukte" nicht mehr danach, ob sie ähnlich wie Fleisch schmecken, sondern ob sie mir generell schmecken. Dabei gibt es bei den "Early Green"-Produkten einen klaren Favoriten: Die Burger schmecken gut und sind innen schön saftig und außen knusprig gebraten. Das Gyros ist mir leider während der Zubereitung außen etwas angebraten, innen scheint es hingegen noch etwas roh. Geschmacklich ist es eher nicht mein Fall und mir etwas zu stark gewürzt. Das vegane Steak dagegen würde ich nicht noch mal essen, da es mir einfach zu künstlich schmeckt.

Die Höhle der Löwen: Wir testen Early Green. Gebratene vegane Burger
© privat / Brigitte

Mein Fazit: Bei den Produkten gibt es für mich ganz klare Unterschiede: Die Burger würde ich mir noch mal zubereiten, die Steaks hingegen nicht, das Gyros wäre einen zweiten Versuch wert. Schön ist trotzdem, dass die "Early Green"-Produkte vegane Alternativen bereitstellen, die in der Zubereitung sehr einfach zu handhaben sind: So lassen sich vielleicht auch vermeintliche Skeptiker eher mal auf ein "Fleischersatzprodukt" ein.

Du hast eine Folge verpasst oder willst einen Überblick? Alle weiteren Infos zu "Die Höhle der Löwen" gibt es hier.

Verwendete Quellen: Die Höhle der Löwen, Vox, Early Green

Brigitte

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