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Praktischer Alltagshelfer Diese einfache Flüssigkeit schützt vor Corona

Corona: Junge Frau benutzt Mundwasser
© Stockbusters / Shutterstock
Forscher konnten zeigen, dass die Nutzung einer Mundspülung die Weitergabe des Coronavirus kurzzeitig verhindern kann. Demnach kann die Flüssigkeit Viren abtöten.

Während es mit den Impfungen gegen das Coronavirus hierzulande immer noch eher zäh vorangeht, sind Wissenschaftler nach wie vor auf der Suche nach effektiven Wegen, um einer Übertragung der Viren vorzubeugen. Jetzt empfiehlt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen ziemlich einfachen Weg, um die Pandemie einzudämmen. Demnach soll herkömmliches Mundwasser die Virenlast senken und so zumindest kurzzeitig verhindern können, dass man andere Menschen mit dem Coronavirus ansteckt. Verschiedene Forscherteams konnten einen entsprechenden Effekt unabhängig voneinander belegen.

Keine dauerhafte Lösung

Allerdings wird darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Mundwasser keine Impfung gegen die Coronaviren ersetzen kann. Denn das Mundwasser wirkt lediglich im Mund-Rachenraum, wir atmen die Viren aber auch über die Nase aus. Dementsprechend sollte man trotzdem weder auf Atemmasken noch auf die Impfung verzichten.

Spezielles Mundwasser gegen das Coronavirus wurde bereits entwickelt

Aufgrund von bisherigen positiven Untersuchungen haben laut WDR Ärzte der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkunde am Klinikum Bielefeld gemeinsam mit dem Pharma-Hersteller Dr. Wolff eine spezielle Mund-Rachenlösung entwickelt, die die Virenlast um bis zu 90 Prozent senken soll. Die Lösung sei bereits mit ersten vielversprechenden Ergebnissen an Covid-19-Patienten getestet worden. Weitere Studien dazu sind geplant. 10.000 Fläschchen der speziellen Mund-Rachenlösung wurden als ergänzende Schutzmaßnahme von dem Pharma-Hersteller Dr. Wolff bereits an Bielefelder Krankenhäuser, das evangelische Klinikum Bethel sowie das Franziskus-Hospital gespendet.

Die erste Studie, durch die angenommen wurde, dass einfaches Mundwasser die Coronaviren abtöten kann, veröffentlichten Forscher der Universität Cardiff bereits im Mai 2020. Laut den Daten könne die Mundspülung punktuell ähnlich wie ein Corona-Medikament wirken und die Viren zerstören. Virologen der Ruhr-Universität Bochum kamen zusammen mit ihren Kollegen aus Jena, Ulm, Duisburg-Essen, Nürnberg und Bremen in einer anderen Studie zu einem ähnlichen Ergebnis.

Bei der Untersuchung in Bochum wurden insgesamt acht Mundspülungen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen mit einer Substanz versetzt, die menschlichen Speichel imitieren soll. Anschließend wurde diese Mischung mit Viruspartikeln versetzt. Da man Mundwasser normalerweise gurgelt, schüttelten die Forscher die Mischung und kontrollierten zum Schluss den übrig gebliebenen Virusanteil – der deutlich abgenommen hatte.


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