Edeka kann 7-Jähriger nicht ihr Lieblings-Spielzeug verkaufen

Die 7-jährige Emilia erlebt an der Edeka-Kasse eine herbe Enttäuschung - und die Beschwerde ihrer Mutter findet auf Facebook viel Zustimmung!

Edeka kann 7-Jähriger nicht ihr Lieblings-Spielzeug verkaufen
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Es ist für Eltern hart, mitanzusehen, wenn das eigene Kind schlimm enttäuscht wird. Im Fall von der 7-jährigen Emilia war die Situation besonders vertrackt: Sie wollte unbedingt ihren dringendsten Wunsch erfüllen, ein großes Playmobil-Haus. Dafür hatte sie extra Geschenk-Gutscheinkarten angespart, mit denen sie das Haus kaufen wollte. Doch als sie an die Kasse ging, konnte die Kassiererin ihr Geld nicht annehmen. Grund war eine grundsätzliche Regelung im Umgang mit Geschenk-Karten, die sich als großes Problem erwies.

„Ihr liebt vielleicht Lebensmittel, aber bestimmt keine Kunden – und erst recht nicht Eure Kleinsten.“ 

Wütend machte Emilias Mutter ihrem Ärger auf Facebook Luft. „Ihr liebt vielleicht Lebensmittel, aber bestimmt keine Kunden – und erst recht nicht Eure Kleinsten“, schrieb sie neben ein Foto von dem Playmobil-Haus an der Supermarkt-Kasse. Sie beschreibt den Vorfall und ist wütend. Auch, wenn die Frau an der Kasse sehr freundlich was, und die ganze Geschichte bedauert hat, konnte sie leider nichts an der Regelung ändern. Für Emilia brach eine Welt zusammen - immerhin hatte sie sich ewig auf ihren großen Tag gefreut. Oder, wie ihre Mutter den Konzern in ihrem Posting fragte: "Wissen Sie eigentlich wie lange ein 7-jähriges Mädchen sparen muss, bis sie 120 Euro in Gutscheinen zusammen hat?"

Regelungen für Gutscheine und Rabatte

Ursache für den ganzen Ärger war in diesem Fall das Geldwäschegesetz, durch das Geldwerte in Gutscheinform reglementiert werden. Grundsätzlich werden Geschenk-Gutscheine in Deutschland immer beliebter - aber auch das Sammeln von Rabattmarken, Coupons und Gutscheinen ist ein Trend, der immer mehr um sich greift. Marketingexperten sprechen von "Couponing", mit dem Unternehmen Kunden an sich binden und zum Kauf motivieren wollen. In den USA ist Couponing schon seit dem 19. Jahrhundert verbreitet. In Deutschland hat sich seit 2001 die Gesetzeslage zu diesem Thema verändert, so dass die Praxis auch hierzulande immer beliebter wird. Unterstützt wird dieser Trend außerdem von zahlreichen mobilen und Online-Angeboten. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) erkennt an der "wachsende Anzahl an Suchanfragen nach dem Begriff ‘Gutschein’ in Kombination mit Produkten bzw. Marken" die zunehmende Beliebtheit der Rabattjagd in Deutschland. Online-Shops können über ihre Gutscheinaktionen eine Menge Kunden auf ihre Webseiten locken, weswegen die Unternehmen Couponing gerne als Marketinginstrument nutzen.  


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