Nach Eierstockkrebs-Diagnose: Vierjährige darf krebskranker Mutter die Haare schneiden

Im Sommer wurde bei Emilie Orton Eierstockkrebs diagnostiziert. Sie wusste, sie würde ihre Haare ohnehin verlieren – also ließ sie ihre Tochter ihre Haare abschneiden. So integrierte sie die Vierjährige in ihre Krankengeschichte. Und die hatte sichtlich Spaß.

Kinder sind sehr einfach glücklich zu machen. Manchmal zumindest – denn dann können die kleinsten Dinge ihnen die größte Freude bereiten. Einmal Mama die Haare schneiden, das hatte sich die vierjährige Norah gewünscht. Und als ihr Traum in Erfüllung ging, strahlte sie über das ganze Gesicht. Die Geschichte hat jedoch einen traurigen Hintergrund.

Denn Norahs Mama Emilie wären die Haare früher oder später ohnehin ausgefallen. Erst wenige Stunden zuvor, am Morgen des Haarschneidetags, hatte Emilie die ersten Büschel in der Hand gehabt. Also beschloss sie, eine persönliche Friseurin zu engagieren – ihre Tochter. In einem Video auf Instagram dokumentiert Emilie Orton das Umstyling. Darin erklärt sie ebenfalls den Grund für die kurzen Haare.

Diagnose Eierstockkrebs

Die dreifache Mutter hatte im Sommer eine lebensverändernde Diagnose erhalten: Sie litt an Eierstockkrebs. In der "Today Parents“ erzählt Emilie ihre Geschichte. Es war ihr Arzt gewesen, der ihr kurz vor der Chemotherapie empfohl, auch an ihre Familie zu denken. Schließlich würden die drei Kinder zwangsläufig von den Veränderungen ihrer Mama erfahren. "Er schlug mir vor, einen Weg zu finden, sie zu integrieren“, berichtet die 32-Jährige. Und das tat sie.

Wie den meisten Patienten lag auch Emilie die Chemotherapie und das damit verbundene Verlieren der Haare schwer im Magen. Doch sie fand einen Weg, etwas Positives daraus zu ziehen – sie zelebrierte ihre neue Frisur und machte ihrer Tochter eine riesige Freude. Und Norah? Die wird auf Instagram bereits als nächste Star-Friseurin gehandelt. Mutter und Tochter erhalten über die Sozialen Medien eine Menge Zuspruch für ihr Video und ihren Umgang mit dem Krebs.

Die Mutter integriert ihre Familie in die Chemotherapie

Joanna McPherson und ihre Töchter

Auf Instagram nimmt Emilie neben ihrer Familie auch ihre Follower mit – sie zeigt ehrlich, wie hart eine Krebstherapie sein kann. Sie zeigt Schwäche, wenn sie nicht mehr kann. Aber vor allem stellt sie die Stärke einer Familie dar, die nicht aufgibt. Denn trotz Krebs-Diagnose versucht sie, das Leben in vollen Zügen zu genießen. 

Eine Krebs-Diagnose zieht schwere Zeiten für eine Familie mit sich. Doch Emilie Orton weiß, dass sie nie alleine ist. Das hat sie vor allem durch ihren Haarschnitt gemerkt: "Es war so viel fröhlicher und positiver als ich es mir hätte vorstellen können. Du kannst traurige Situationen in lustige Momente verwandeln“, blickt Emilie zurück und zeigt, was eine starke Mutter ausmacht. Wir wünschen der Mutter alles Gute für die weitere Genesung!

mjd
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.