Eine Zwei-Millionen-Euro-Spritze soll Baby Johns Leben retten

Erst sieben Monate ist Baby John alt – doch durch eine seltene Erbkrankheit ist er todkrank. Das teuerste Medikament der Welt soll nun sein Leben retten.

Zwei Millionen Euro für ein unschätzbar kostbares Leben: Der kleine John aus Sebnitz ist erst sieben Monate alt und doch bereits todkrank. Er leidet an Spinaler Muskelatrophie (SMA), einer sehr seltenen Erbkrankheit, die dafür sorgt, dass sich die Muskeln zurückbilden. Die Lebenserwartung Betroffener liegt meist nur bei 18 Monaten, wer länger lebt, trägt oft schwere Behinderungen davon. 

Eine Spritze für zwei Millionen Euro

Doch es gibt eine Rettung für John: Das Medikament Zolgensma kann die Erkrankung stoppen und muss nur ein einziges Mal verabreicht werden. Aber das Mittel gilt als das teuerste der Welt – ganze zwei Millionen Dollar (rund 1,87 Millionen Euro) kostet die lebensrettende Spritze. In Deutschland ist der Wirkstoff außerdem noch nicht zugelassen und damit eigentlich keine Kassenleistung. Deshalb weigerte sich die Krankenkasse der Familie auch zunächst, das Medikament zu bezahlen, wie Johns Mutter Jana am 19. Oktober auf Facebook berichtete:

Johns Schicksal wühlte ganz Deutschland auf: Zahllose Menschen haben der Familie seitdem Geld gespendet, um die Spritze zu finanzieren. Doch jetzt hat auch die Krankenkasse eingelenkt – sicher auch aufgrund des medialen Drucks, nachdem unter anderem die "Bild" über den Fall berichtet hatte – und übernimmt die Kosten für das Medikament. AOK Plus-Sprecherin Hannelore Strobel sagte dazu: "Aus den medizinischen Unterlagen geht hervor, dass speziell im Fall des kleinen John andere Behandlungen nicht mehr anschlagen und sein Überleben bedroht ist. Daher werden wir die Kosten für die Behandlung mit Zolgensma übernehmen."

Die Familie ist überglücklich

Die Nachricht erreichte Johns Eltern, als diese gerade einen "MDR-SACHSENSPIEGEL"-Beitrag drehten. Sie können ihr Glück kaum fassen: "Wir sind gerade total überwältigt, die beste Nachricht auf Erden ist gerade angekommen. Der Kampf hat sich gelohnt!!! Wir danken allen so sehr die uns immer unterstützt haben", so die Eltern gegenüber dem Fernsehteam. Wir freuen uns mit und wünschen dem kleinen John alles erdenklich Gute!

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