Bloggerin fragt Hotel nach Gratis-Übernachtung - und bekommt Millionen-Rechnung!

Ganz unschuldig fragte die junge Frau, ob sie kostenlos im Hotel übernachten könnte – doch der Schuss ging komplett nach hinten los. Nun bekommt Elle sogar eine Rechnung über mehr als 4 Millionen Euro!

Dass "Bloggerin", "Youtuber" oder "Influencerin" für viele junge Menschen heutzutage quasi so etwas wie ein echter Beruf ist (und viele damit ihren Lebensunterhalt verdienen), wissen wir ja. Und so werden diese Influencer, die im Netz hohe Followerzahlen haben und einem großen Publikum erzählen, welche Produkte sie gerade toll finden, gerne von Marken und Firmen mit "Geschenken" bedacht – gegen öffentlichkeitswirksame Vermarktung, ist ja klar …

Zuerst wollte sie nur eine Gratis-Unterkunft

Elle Darby ist so eine Bloggerin. Die junge Irin verdient Geld mit Youtube und Instagram – und geht auch mal von sich aus auf Firmen und Einrichtungen zu. Das beweist nun ein Schreiben, das ein Hotel veröffentlicht hat – und das zwischenzeitlich weitreichende Folgen hatte!

Aber von vorn: Diese Geschichte wurde viral, als das "White Moose Café" (und Hotel) eine Mail von Elle veröffentlichte. In dem Schreiben rechnet die junge Frau dem Hotelbetreiber vor, wie viele Follower sie über die sozialen Medien hat, und kommt dann zum Punkt: "Über den Valentinstag möchte ich mit meinem Freund nach Dublin reisen."

Das Hotel habe sie ganz begeistert und sie sei doch gerne bereit, Bilder zu machen und bei ihren Followern für das "White Moose Café" zu trommeln. Einzige Bedingung: Sie müsste knapp eine Woche gratis hier wohnen dürfen.

Hotel-Betreiber schlägt zurück

Doch Elle hat sich offenbar mit dem Falschen angelegt. Denn: Das Hotel hat auch eine riesige Social-Media-Präsenz – und der Betreiber war alles andere als begeistert von ihrer Anfrage. Und so stellte er sie öffentlich auf der Facebook-Seite des Hotels bloß, veröffentlichte die Bettel-Mail und schrieb dazu:

Wer bezahlt denn dann das Personal, das sich um dich kümmert? Wer bezahlt die Reinigungskräfte, die dein Zimmer saubermachen? Die Kellner, die dir dein Frühstück servieren? Den Rezeptionisten, bei dem du eincheckst? (...) Vielleicht sollte ich meinen Mitarbeitern sagen, dass sie in einem deiner Videos sind, anstatt bezahlt zu werden …

Inhaber Paul Stenson rechnet gnadenlos mit der jungen Frau ab und macht ihr auch klar: Wir haben genug eigene Facebook-Fans und brauchen deine Publicity nicht. Zum Schluss gibt's noch einen Tipp für die Zukunft: "Ich würde dir raten, dass du künftig bezahlst wie alle anderen auch. Und wenn dem Hotel dann deine Videos und Bilder gefallen, bekommst du vielleicht ein Upgrade auf ein besseres Zimmer als Dankeschön. Das wäre respektvoller von dir, und seien wir ehrlich: Es wäre weniger peinlich für dich!"

… es kam noch heftiger

Autsch, das saß! Hier zeigen wir dir Elles Anfrage und die Antwort von Paul. Weiter unten erfährst du, warum die junge Frau kurz danach eine Vier-Millionen-Euro-Rechnung bekommen hat!

Dear Social Influencer (I know your name but apparently it’s not important to use names), Thank you for your email...

Gepostet von The White Moose Café am Dienstag, 16. Januar 2018

Obwohl Paul den Namen von Elle unkenntlich gemacht hatte, haben User im Netz herausgefunden, welche Bloggerin diese Anfrage gestellt hat. Die Folge: Elle bekam hunderte Nachrichten, wurde beschimpft und teilweise bedroht.

Ihre Reaktion? Elle drehte ein Youtube-Video, in dem sie ihre Sicht der Dinge schildert: "Ich wurde in der Luft zerrissen." Außerdem sei sie hauptsächlich von Menschen über 30 beschimpft worden, die "Social Media nicht verstehen" und eine 22-Jährige daran hindern wollten, ihre Träume zu verwirklichen. Elle sagt weiter: "Und alles nur, weil ich eine freundliche Anfrage geschickt hatte und keine schlechten Absichten hatte."

Das wiederum ließ Hotelchef Paul nicht auf sich sitzen. Und er holte zum ultimativen Gegenschlag aus: Weil Elle ihre Reichweite und ihr Leben als Influencerin ja so viel wert wäre, könne er ihr ja in Rechnung stellen, dass sie dank seinem Hotel weltbekannt wurde, dachte er sich wohl. Und so hat er ihr eine Rechnung über 4,3 Millionen Euro ausgestellt – plus Steuern!

Rechnung über 4,3 Millionen Euro plus Steuern

Wofür die Rechnung genau ist? Paul schreibt: "Provision für Erwähnungen in 114 Artikeln in 20 Ländern mit einer potentiellen Reichweite von 450 Millionen Menschen" – und in den Hinweisen auf der Rechnung steht auch: "Zahlbar nur in Euro (...), Erwähnungen in Videos gelten nicht als Bezahlung". Ob er das Geld von Elle jemals bekommt, ist natürlich mehr als fraglich …

I’ll be posting out this invoice today...

Gepostet von The White Moose Café am Samstag, 20. Januar 2018

Außerdem hat Paul noch einen draufgesetzt: Der Hotelbetreiber verkauft mittlerweile T-Shirts, die auf die Anfrage der Bloggerin anspielen. Aufschrift zum Beispiel: "Ich habe Gratis-Übernachtungen im White Moose Café gefordert und alles was ich bekam, war dieses lausige T-Shirt!"


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