Dieser 11-Euro-Ring vom Flohmarkt ist ein Vermögen wert!

Auf Flohmärkten findet sich so ziemlich alles: Vom unnützigen Zeug bis hin zu verborgenen Schätzen. Debra Goddard hat einen Glücksgriff gemacht: Sie kaufte einen Glasring, der sie 33 Jahre später reich machte ...

Oft fällt es uns schwer zu unterscheiden, ob es sich bei den Dingen auf dem Flohmarkt um günstigen Schnickschnack oder um waschechte Juwelen handelt. Zumal die Besitzer es häufig nicht einmal selbst einschätzen können. Sie klamüsern ihren Haushalt durch und wollen unliebsame Dinge so schnell und einfach es geht loswerden – eine professionelle Wertschätzung vorab ist in der Regel nicht drin. Stattdessen gibt man den Utensilien einen Preis, den man für angemessen hält – und der kann schon mal weit unter dem wahren Wert des Gegenstands liegen.

Ein absoluter Glücksgriff gelang der Londonerin Debra Goddard. Sie stöberte vor rund 33 Jahren auf einem Flohmarkt herum und verliebte sich in einen Glasring. Prompt kaufte die damals 22-Jährige ihn der Verkäuferin für zehn Pfund (umgerechnet gute elf Euro) ab. Im Laufe der Jahre verlor sie Gefallen an dem Ring und verstaute ihn in einem Schuhkarton mit anderem Krimskrams.

Debra kauft Glasring für 11 Euro

Vor kurzem erlitt die Familie der heute 55-jährigen Debra einen Schock. Ihre in die Jahre gekommene Mutter fiel auf einen Enkeltrick-Betrug herein und verlor einige tausend Pfund. Debra beschloß, ihrer Mutter finanziell unter die Arme zu greifen. Doch aus eigener Kraft konnte sie diese Summe nicht stemmen. Also entschied sie sich, ihre alten Sachen durchzugehen und einige davon zu verkaufen. Den Erlös wollte sie ihrer Mutter überlassen.

Beim Stöbern stieß Debra auf den alten Glasring. Ihr fiel auf, dass es nicht aus Metall ist, sondern vermutlich aus Gold. Sie erinnerte sich, dass sie ihn für kleines Geld gekauft hatte, mit Glück aber sicher einige hundert Pfund dafür bekommen könnte, wenn sich herausstellt, dass es kein Blechring ist.

Um sicher zu gehen, ging sie zu einem Juwelier, um seinen Wert schätzen zu lassen. Sie überlegte sich eine Summe, 750 Pfund (etwa 850 Euro), und fragte den Juwelier, ob dieser Preis denn realistisch wäre. Da machte der Schmuckwarenhändler große Augen.

"Wissen Sie, was das ist?", fragte er Debra. Sie starrte ihn fragend an. "Das ist ein Diamant!", beantwortete der Juwelier seine Frage. Der Stein im Ring war also kein Glas, sondern ein Diamant mit etwa 26-27 Karat. 750 Pfund dafür zu verlangen sei lächerlich. Der geschätzte Wert des Juweliers: 760.000 Pfund, also etwa 865.000 Euro!

Debra entschied sich, den Ring im Auktionshaus Sotheby's zu versteigern. Nach Abzug der Auktionskosten blieben ihr immer noch umgerechnet rund 535.000 Euro – für einen Ring, in den sie einst 11 Euro investierte. Das alles ereignete sich im Mai 2017.

Diamant mit 26-27 Karat

Heute, knapp zwei Jahre später, gab Debra der britischen Sun ein Interview und berichtete, was sie mit dem ganzen Geld anfing. Tatsächlich hat sie, wie geplant, ihrer Mutter June Boyle, einige Träume erfüllt: Urlaub auf Barbados, ein Treffen mit Tom Jones, ein Celine Dion-Konzert in Las Vegas und ein Pelzmantel.

"Mir ist das Geld nicht wichtig", sagte Debra. Sie sehe den unverhofften Reichtum als Karma an – für die schlimmen Dinge, die im Leben ihrer Mutter und ihr passiert seien. Darüber schrieb sie nun ein Buch, dessen Erlöse sie für Kinder spenden möchte.

Debra selbst hat inzwischen eine Vintage-Schmuckfirma gegründet und arbeitet ehrenamtlich für eine Wohltätigkeitsorganisation für Kinder. Es scheint, als habe das Schicksal genau die richtige Person getroffen...

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Sie kaufen diese Schale für schlappe 2 Euro auf dem Flohmarkt. Heute sind sie Millionäre
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