Frau zu Abtreibung gezwungen - ohne zu wissen, dass sie schwanger ist!

Ein furchtbarer Fall sorgt in der Schweiz für Schlagzeilen: Ein Ehemann ließ an seiner Fau eine Abtreibung durchführen - die nicht einmal von ihrer Schwangerschaft wusste. Im Video seht ihr, wie es dazu kommen konnte!

Frau weiß nicht, dass sie schwanger ist: Was ihr Mann mit ihr macht, macht fassungslos
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Was ist passiert?

Ein Mann hat in der Schweiz an seiner Frau eine Abtreibung durchführen lassen - ohne deren Wissen oder Einverständnis. Ihr war zu dem Zeitpunkt nicht einmal bewusst, dass sie überhaupt schwanger war.

Wie ist das überhaupt möglich?

Die Familie war aus dem Kosovo und die Frau hatte keinerlei Kenntnis der Landessprache. So hatte ihr Mann leichtes Spiel, bei Arztbesuchen zu "übersetzen" - und konnte mühelos alle wichtigen Informationen vor ihr verstecken.

Das ist furchtbar! Es hat niemand Verdacht geschöpft?

Leider nein. Die Ermittlungen in diesem Fall brachten Furchtbares zu Tage: Scheinbar lebte die 26-Jährige über Jahre hinaus wie in einem Gefängnis. Sie durfte die Wohnung nicht verlassen und wurde sogar eingeschlossen, wenn ihr Mann oder ihre Schwiegermutter aus dem Haus mussten.

Eine Schwiegermutter, die im Bilde war, gab es auch?

Ja, und sie hat von den Verbrechen ihres Sohnes scheinbar nicht nur gewusst, sondern diese auch aktiv unterstützt: Die Ermittlungen haben ergeben, dass sie diejenige war, die von einer ausbleibenden Monatsblutung auf die Schwangerschaft schloss - und prompt mit ihrem Sohn gemeinsam den Plan schmiedete, wie sie das Kind schnellstmöglich loswerden könnten. 

Und wie lief es beim Arztbesuch?

Da kontrollierte der Ehemann einfach die komplette Visite und überzeugte die Frauenärztin, dass seine Frau und er sich einig wären, dass sie das Kind auf keinen Fall haben wollten. Die Ärztin schöpfte keinen Verdacht und verschrieb ein Abtreibungsmittel.

Hätte das auch bei uns in Deutschland passieren können?

In der Theorie ja. Das Gesetz sieht zwar vor, dass der Arzt sicherstellen muss, dass Patientin oder Patient Diagnose und Beratung verstehen; der Spielraum ist dort aber groß. Es kann ein Dolmetscher eingeschaltet werden - Pflicht ist es aber nicht. Es ist ausdrücklich gestattet, die Übersetzungen von einem Angehörigen zu gestatten - die gleiche Situation also, die zu dieser "heimlichen" Abtreibung führen konnte. Es ist ja auch verständlich, wenn ohnehin gestresste Ärztinnen und Ärzte in der Situation dankbar auf die Übersetzung eines Familienmitgliedes setzen, anstatt extra einen Dolmetscher zu organisieren. 

Wie geht es der Frau jetzt?

Die Frau lebt zum Glück nicht mehr bei der Familie, die sie gefangen hielt und mißhandelte - sie konnte von der Polizei befreit werden, als sie durchs Fenster um Hilfe schrie.





Foto: Svetlana Klementyeva/shutterstock
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