Eltern lassen ihr Baby an Gelbsucht sterben - "weil Gott es so wollte!"

Dieser Fall aus den USA bewegt die Welt: Baby Abigail ist drei Tage nach der Geburt an einer eigentlich heilbaren Krankheit gestorben. Die Eltern hatten sich gegen eine Behandlung entschieden, da die Krankheit ihres Kindes "Gottes Wille" sei …

Rachel und Josh Piland aus Michigan (USA) schwebten kurz nach der Geburt ihrer Tochter Abigail auf Wolke sieben. Doch das Elternglück hielt nicht lange an. Drei Tage später bemerkte die Hebamme bei der Kleinen eine Gelbfärbung der Haut. Schnell wurde klar: Abigail leidet an Gelbsucht.

Tatsächlich ist bei Neugeborenen eine harmlose Gelbsucht nicht ungewöhnlich. Beim Abbau von Hämoglobin entsteht der gelbe Gallenfarbstoff 'Bilirubin'. Oftmals verschwindet die Färbung wieder ohne Weiteres. Doch bei zu hohen Mengen an gelbem Gallenfarbstoff muss das Kind behandelt werden.

Eltern schlagen lebensrettende Behandlung aus

Die Hebamme appellierte an das Paar, ihr Kind ins Krankenhaus zu bringen. Doch Rachel und Josh ignorierten diesen Rat – und nahmen damit den Tod ihres Kindes in Kauf. Grund war ihr streng christlicher Glaube. Sie waren der Meinung, dass die Krankheit Gottes Wille sei. "Rachel lehnte es ab, irgendeine medizinische Behandlung für Abigail zu suchen und erklärte, dass Gott keine Fehler macht", erzählte die Hebamme später gegenüber dem TV-Sender 'Fox News'.


Die Eltern sagten alle weiteren Termine mit der Hebamme ab. Selbst als das kleine Mädchen anfing, Blut zu husten, sah die Mutter keinen Grund, einen Arzt zu rufen. "Sie legte es nur mit einem Strampler bekleidet in die Nähe eines offenen Fensters und hielt es mit einem Fön warm", so der zuständige Detective Peter Scaccia. Was sie damit bezwecken wollte, ist unklar.

Jede Hilfe kam zu spät

Selbst die Großmutter des Säuglings durfte keine Hilfe holen. Erst der Onkel kontaktierte schließlich die Polizei. Doch als die Einsatzkräfte eintrafen, war es schon zu spät: Sie fanden nur noch den leblosen Körper von Abigail vor - und ihre Eltern, die sie betend anschauten. 

Eine Autopsie konnte belegen, dass das Baby infolge der unbehandelten Gelbsucht starb. Rachel und Josh Piland wurden verhaftet, sind jedoch gegen eine Kaution von 75.000 Dollar freigelassen worden. Nun warten sie auf ihren Prozess.

Schu
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Guten Morgen, Welt!

Guten Morgen, Welt!

Wir servieren euch täglich Trends, Top-Stories und kuriose Netzfundstücke zum Frühstück!

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

Eltern lassen ihr Baby an Gelbsucht sterben
Eltern lassen ihr Baby an Gelbsucht sterben - "weil Gott es so wollte!"

Dieser Fall aus den USA bewegt die Welt: Baby Abigail ist drei Tage nach der Geburt an einer eigentlich heilbaren Krankheit gestorben. Die Eltern hatten sich gegen eine Behandlung entschieden, da die Krankheit ihres Kindes "Gottes Wille" sei …

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

Deine Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden