Grasmilben beißen sich fest: Versteckte Gefahr im Sommer

Wer sich gerade gemütlich auf der Wiese räkelt, könnte bereits ihre Bekanntschaft gemacht haben: Grasmilben verstecken sich im Sommer in der Natur, beißen sich fest und saugen Zellsaft aus. 

Du liegst gerne im hohen Gras oder läufst barfuß über die Wiese? Dann hast du sie wahrscheinlich bereits kennengelernt. Denn aktuell ist wieder die Zeit der Grasmilben gekommen.

Die Grasmilbe gehört zu den Spinnentieren und wird auch Herbst- oder Erntemilbe genannt. Entgegen dessen, was ihr Name vermuten lässt, mag sie jedoch den Sommer gern. Im Frühjahr krabbeln die kleinen Larven der Milbe aus der Erde, um es sich über den Sommer auf Grashalmen und auf einen geeigneten Imbiss zu lauern. Dabei sind die kleinen Tiere nicht wählerisch: Neben Hunden und Pferden befallen sie auch andere Warmblüter – wie den Menschen.

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Grasmilben-Larven saugen Zellsaft auf

Liegen wir mit nackten Beinen, im Sommer nicht unüblich, auf einer Wiese, ist die Chance einer Begegnung mit den kleinen Krabbeltierchen also gar nicht so gering. Es sind jedoch nur die Larven, die beißen. Sie ernähren sich von Zellsaft und Lymphe. Haben sie einen passenden Wirt gefunden, krabbeln sie ähnlich wie Zecken an einen warmen Ort des Körpers, beißen sich fest und verflüssigen mithilfe ihres Speichels die Zellen. Haben die Larven sich satt gegessen, lassen sie sich nach einigen Stunden wieder fallen - und entwickeln sich im geschützen Erdboden zu ausgewachsenen Grasmilben.

So merkst du einen Grasmilben-Biss

Das Tückische: Während die Grasmilben-Larve Zellsaft schlürft, merken wir meist gar nichts von den ungewünschten Gästen. Die Symptome der Bisse machen sich erst 24 Stunden später bemerkbar. Dann bilden sich juckende Quaddeln. 

Die gute Nachricht: Prinzipiell sind die Bisse harmlos. Grasmilben-Larven übertragen im Gegensatz zu Zecken auch keine Krankheiten. Die sogenannte "Erntekrätze" ist jedoch lästig, da der Juckreiz bis zu zwei Wochen anhalten kann. Dann helfen nur kühlende Cremes und Geduld. Die Bisse sollten nicht aufgekratzt und desinfiziert werden. Ist die Reaktion jedoch auffällig stark, sollte ein Arzt aufgesucht werden – dann kann eine Grasmilbenallergie vorliegen.

So schützt du dich vor Grasmilben

Da die Krabbeltiere so klein sind, dass man sie kaum sieht, hilft lediglich festes Schuhwerk und lange Kleidung. Alternativ sollen Teebaumöl und Insektenschutzmittel die Larven fernhalten. Trockene Wiesen sollten nicht barfuß betreten werden.

Im Sommer ist auch die Gefahr von Zeckenbissen erhöht. Dieses Jahr wird zudem vor der Braunen Hundezecke gewarnt.

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