Greta Thunberg (15) schwänzt die Schule und streikt, um die Welt zu retten

Schulstreik für das Klima! Greta hat die Nase voll von der Ignoranz der Erwachsenen. Sie will unsere Erde retten und streikt dafür seit Monaten vor dem Schwedischen Reichstag. 

Greta kann es nicht mehr ertragen: wie achtlos viele Menschen mit der Erde umgehen, wie sehr das Klima darunter leidet und wie sehr sich die Aussichten für die Zukunft auf unserem Planeten immer mehr verdüstern.

Darum hat sie am 20. August damit begonnen, die Schule zu schwänzen und stattdessen jeden Freitag vor dem Schwedischen Reichstag für das Klima zu demonstrieren. 

Wir Kinder tun oft nicht das, was ihr uns sagt. Wir tun das, was ihr tut. Und weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt, tue ich das auch. Mein Name ist Greta, und ich bin in der neunten Klasse. Und ich bestreike die Schule für das Klima bis zum Tag der Wahl.

Am Anfang war sie noch ganz allein: ein junges Mädchen, kaum 1,50 Meter groß, mit zwei Zöpfen und einem lila Rucksack. Auf ihrem Schild stand und steht: "Skolstrejk för klimatet", zu deutsch: "Schulstreik für das Klima." Das Zitat oben steht auf den Handzetteln, die Greta an die Passanten verteilt hat. 

Greta wünscht sich, dass die Politiker und die Bürger den Klimawandel endlich ernst nehmen. Die Erwachsenen sollen aufhören zu reden und stattdessen handeln, das Energiesystem und ihren Lebensstil von Grund auf ändern – so, dass die Umwelt nicht mehr unter uns Menschen leiden muss.

Auf Twitter bezeichnet sie sich selbst als "15-jährige Klimaaktivistin mit Asperger". Das Asperger-Syndrom ist eine Form des Autismus. Menschen mit diesem Syndrom sind oftmals hochintelligent und sprachlich sehr begabt. Entsprechend drückt sich Greta mit ihren 15 Jahren sehr erwachsen aus.

Greta Thunberg inspiriert Menschen weltweit zum Protest

Anfangs wollten ihre Lehrer Greta Thunberg von ihrem Protest abbringen und sie dazu bringen, wieder zur Schule zu gehen. Doch Greta ließ sich nicht beirren. Wochenlang machte sie weiter mit ihrem Streik, bis zur Wahl in Schweden. Seither setzt sie sich immer wieder freitags vor den Reichstag. Inzwischen demonstrieren ihre Lehrer mit ihr.

Greta hat eine riesige Welle des Protestes losgetreten: In hunderten schwedischen Städten ziehen Kinder und Erwachsene vor die Rathäuser und streiken für das Klima.

Auch in anderen Ländern macht Gretas Beispiel Furore: In Belgien, Frankreich, Finnland und Dänemark sind weitere Protestaktionen geplant. In Australien haben mehrere tausend Schüler die Schule geschwänzt und für das Klima gestreikt. Hier ein kurzes Video von einem Streik in Dänemark: 

Gretas Eltern, die dem Protest ihrer Tochter anfangs skeptisch gegenüberstanden, unterstützen Greta inzwischen gerne und helfen ihr dabei, mit dem riesigen Presserummel umzugehen. Lange sei Greta wegen des Klimawandels traurig, fast schon depressiv gewesen, sagte ihr Vater laut dem "Spiegel". Aber jetzt, da sie etwas dagegen tun könne, gehe es ihr "richtig gut". Gegenüber dem Nachrichten-Portal sagte Greta:

Die Erwachsenen haben versagt. Sie sagen, der Klimawandel ist eine Bedrohung für uns alle, aber dann leben sie einfach so weiter wie bisher. Wir müssen selbst aktiv werden.

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mh
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