Unehrliche Nachbarn? Dann darfst du nicht mehr bei H&M bestellen

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Lange wunderte sich die Kölnerin Christiane Engel, was wohl mit ihrer Bestellung passiert war - bis sich herausstellte, dass der schwedische Moderiese an bestimmte Gegenden gar nicht mehr ausliefert.

Was ist passiert?

Jeder, der was im Internet bestellt hat, kennt das Gefühl, dass die Bestellung NIE ankommt. Aber im Fall von Christiane Engel war das tatsächlich so: Die Kölnerin wunderte sich, dass acht Tage nach ihrer H&M-Bestellung immer noch kein Paket bei ihr angekommen war. Und auf Nachfrage erfuhrt sie, dass ihre Bestellung einfach komplett gelöscht worden war. 

Bestellung gelöscht? Warum das denn?

Das hat sich Christine auch gefragt. Gegenüber dem Kölner "Express" sagte sie, dass sie verwirrt darauf hingewiesen habe, seit vielen Jahren Stammkundin zu sein. Und sie bekam prompt die schockierende Antwort: Die gesamte Straße würde nicht mehr beliefert; da wäre schon "zu viel vorgefallen".

Die gesamte Straße?

Ja, tatsächlich - da wurde einfach mal pauschal eine komplette Straße für die Lieferungen von H&M gesperrt. Eine Sprecherin versicherte, dass das ungewöhnlich wäre, aber "viele Betrugsfälle und laufende Inkassoverfahren" diesen Schritt nötig gemacht hätten.

Kann mir das auch passieren?

Vielleicht ja. Das Unternehmen hat bestätigt, dass es extrem ungewöhnlich ist, eine komplette Straße zu sperren - aber eine "auffällige" Hausnummer wird auf jeden Fall von der Bestellung ausgeschlossen.

Das heißt: Wenn sich ein Nachbar im gleichen Haus nicht ganz korrekt verhalten hat, kann kein anderer Mieter bestellen?

Scheinbar ja. Ganz unverständlich ist es nicht, dass H&M nicht unbedingt immer wieder auf den gleichen Betrug hereinfallen möchte - es ist halt nur unfair gegenüber den ehrlichen Nachbarn im gleichen Gebäude.

Kann man da nichts machen?

Doch, H&M hat im Fall von Christine Engel auch bereits eingelenkt: Sie hat ihre Lieferung inzwischen bekommen, und das sogar auf Kosten des Hauses, als kleine Wiedergutmachung.

Also: Im Zweifel gerne mal beschweren?

Genau: Unterm Strich will H&M natürlich auch lieber Sachen verkaufen, als die Lieferung zu verweigern. Und wenn im Haus ein betrügerischer Mieter lebt, kann man das vielleicht mit dem Kundendienst klären - und künftig genau überlegen, welchem Nachbarn man im Urlaub den Briefkasten und Blumen-Gieß-Dienst anvertrauen will.

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