VG-Wort Pixel

Henna-Tattoo-Albtraum: Madison (7) muss mit schweren Verbrennungen zum Arzt

Henna Tattoo
© Shutterstock/ Nina Lishchuk
Als sich die kleine Madison ein Henna-Tattoo wünscht, denkt niemand an etwas Schlimmes. Doch das harmlose Mitbringsel aus dem Urlaub entwickelte sich zu einem wahren Albtraum.

Die siebenjährige Madison Gulliver wollte so gerne eine Erinnerung an ihren Ägypten-Urlaub haben - was bleibt, sind Narben. Alles fing in einem 4-Sterne-Hotel in Hurghada an, in dem die Familie Urlaub machte. Als Belohnung für ihr gutes Benehmen wollte Papa Martin der kleinen Madison und ihrem Bruder Sebastian (9) ein Henna-Tattoo schenken, das in der Hotellobby aufgetragen wurde.

Urlaubserinnerung wird zum Albtraum

Bei Sebastian juckte das Tattoo bereits beim Auftragen der Farbe so sehr, dass es sofort wieder entfernt wurde. Bei Madison stellte sich der Juckreiz erst nach Ankunft in ihrer Heimat, der britischen Insel "Isle of Wight", ein. Am nächsten Morgen hatten sich Blasen auf dem Henna-Tattoo gebildet.

Die Familie suchte einen Arzt auf, doch der konnte zunächst nicht helfen. "Wir hatten Panik. So etwas hatten wir noch nie gesehen. Und jedes Mal, wenn die Ärzte eine neue Salbe drauf schmierten, wurde es schlimmer", berichtet der Vater der britischen "The Sun". Erst nach mehreren Arztbesuchen wurde die junge Patientin in ein Verbrennungszentrum geschickt.

Erst dort wurde die Flüssigkeit der Blasen auf der Haut untersucht und herausgefunden, dass diese auf eine chemische Verbrennung hindeuten. Nachdem die Brandblasen weggeschnitten wurden, bekam das tapfere Mädchen einen Druckverband, den sie nun sechs Monate tragen muss. Wenn alles gut geht, heilen die Narben vollständig ab.

Vorsicht vor schwarzen Henna-Tattoos

Der britische Gesundheitsdienst NHS warnt nun explizit vor schwarzen Henna-Tattoos, da diese eine hohe Dosis der Chemikalie Phenylendiamine (PDD) enthalten können. Das chemische Mittel wird der Farbe beigemischt, um diese länger haltbar zu machen, darf in der EU jedoch ausschließlich in der Haarfarbe verwendet werden. Es ist bekannt, dass PDD in Hautprodukten zu allergischen Reaktionen und Verbrennungen führen kann. Echtes Henna ist im Übrigen eher orange-braun, nie gänzlich schwarz!

jg

Mehr zum Thema