Nach Tod ihres Hundes: Trauernde Frau nimmt sich freien Tag – und wird gefeuert!

Emma war am Boden zerstört, als Familienhündin Mia starb. Die 18-Jährige war so voller Trauer, dass sie ihren Chef bat, einen Tag frei nehmen zu können – dann wurde sie entlassen …

Ist ein Hund ein Familienmitglied? Sollte es eine Trauerphase und vor allem auch einen Trauerurlaub geben, wenn der geliebte Vierbeiner stirbt?

Diese Diskussion hat nun eine 18-jährige Hundehalterin aus England angestoßen, nachdem ihr Familienhund Mia gestorben ist. Nach dem plötzlichen Tod der Terrier-Dame war Emma am Boden zerstört. Sie sah sich nicht in der Lage, zu ihrer Arbeit in einem Restaurant zu gehen, und fragte ihren Chef, ob sie einen Tag frei bekommen kann, wie unter Anderem "The Sun" berichtet.

Chef hatte kein Einsehen

Doch der Chef wollte, dass Emma zu ihrer Schicht erscheint oder einen Ersatz schickt, schildert die 18-Jährige – schließlich gebe es keine Trauerzeit für Hunde.

Emma fand allerdings keinen Ersatz – und erschien nicht zur Arbeit, weil sie so am Boden zerstört war. Daraufhin schrieb ihr der Chef, dass sie den Rest der Woche nicht kommen müsse. Wenig später hatte Emma dann die Kündigung in ihrem Mail-Postfach – wegen "grobem Fehlverhalten".

Hund einschläfern - alter Dackel ist müde

Trauernde startet Petition

Nun möchte Emma dafür kämpfen, dass andere Tierhalter nicht mehr in eine ähnliche Situation kommen können. Die junge Frau hat eine Petition bei change.org aufgesetzt und möchte eine Trauerzeit beim Verlust von Haustieren erwirken.

Sie schreibt in der Petition: "Ich finde es ekelhaft, dass manche Unternehmen es okay finden, jemanden derart skrupellos zu behandeln, ein Haustier (in meinem Fall ein Hund) ist genauso wichtig wie ein menschliches Familienmitglied."

Mehr als 20.000 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben und in den Kommentaren ihre eigene Trauer um tierische Familienmitglieder geschildert.

In Deutschland sieht die Lage übrigens ähnlich aus: Auch hier gewähren Arbeitgeber in der Regel Sonderurlaub nur beim Tod von nahen Angehörigen (Ehepartner, Eltern, Kinder), manche Unternehmen haben großzügigere Regeln für Trauernde vereinbart.

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