VG-Wort Pixel

Nach 70 Jahren Der Ikea-Katalog wird eingestellt

Ikea-Katalog: Frau liest ihn auf der Couch
© Hadrian / Shutterstock
Hast du auch immer so gerne den Ikea-Katalog durchgeblättert? Dann musst du jetzt ganz stark sein, denn das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. 

70 Jahre lang gehörte er zur Lieblingslektüre der Deutschen und wurde in seiner Geschichte in mehr als 50 Ländern vertrieben: Der Ikea-Katalog. 69 Versionen, 32 Sprachen – das Heft hat jedes Jahr mit vielen bunten Seiten über die Neuheiten beim schwedischen Möbelriesen informiert. Doch damit ist bald Schluss. Die aktuelle 70. Ausgabe wird die letzte sein.

Online-Bestellungen werden immer mehr

Als Grund für das Einstellen des Katalogs nennt das Unternehmen das veränderte Käuferverhalten. „Seit 70 Jahren gehört er zu unseren bekanntesten und beliebtesten Produkten und hat Milliarden Menschen weltweit inspiriert. Die Entscheidung, das Kapitel 'IKEA Katalog' zu beenden, ist eine Folge des veränderten Medienkonsums und Verbraucherverhaltens", sagt Ikea-Manager Konrad Grüss in einer Pressemitteilung. "Wir werden die vielen Menschen künftig über neue Wege erreichen, mit ihnen interagieren und sie mit unseren Einrichtungslösungen inspirieren.“ 

Der Trend ist klar: Die meisten Käufer kommen über die Website und gehen dann gegebenenfalls noch mal in eine Filiale, um sich das Möbelstück aus der Nähe anzusehen. Im vergangenen Jahr ist der Online-Handel bei Ikea um 45 Prozent gewachsen.

Wie alles begann

1951 kam der erste Ikea-Katalog auf den Markt. Firmengründer Ingvar Kamprad hatte ihn damals sogar noch persönlich zusammengestellt. 2016 war das auflagenstärkste Jahr, in dem weltweit rund 200 Millionen Exemplare ausgeliefert wurden. Damit soll der Ikea-Katalog laut des Unternehmens die meistgelesene Publikation nach der Bibel gewesen sein.

Die Umwelt freut sich

Die Einstellung des Katalogs mag für viele Ikea-Fans traurig sein, allerdings wird dadurch natürlich auch viel Papier gespart. Das Ziel des Möbelunternehmens ist es, bis 2030 klimapositiv zu sein. Wer den letzten Katalog haben möchte und ihn sich als Erinnerung in die Vitrine stellen möchte, kann ihn beim Unternehmen anfordern. Er wird nämlich nicht automatisch versendet. 

Quellen: Ikea-Pressemitteilung


Mehr zum Thema