Ikea-Kommode tötete Kind: Eltern kriegen Millionen

2017 stürzte eine Ikea-Kommode auf ein Kind – und tötete es. Drei Jahre später erhalten die Eltern nun eine Millionensumme von dem Unternehmen. 

Er war gerade einmal zwei Jahre alt, die Ikea-Kommode, die ihn unter sich begrub, wog rund 30 Kilogramm. Der Junge verstarb. Für die Eltern begann nicht nur eine Phase tiefer Trauer, sondern zudem ein jahrelanger Rechtsstreit. Bereits 2018 hatte Familie Dudek aus den USA Klage gegen Ikea eingereicht. Jetzt haben sich das Möbelhaus und die Eltern geeinigt.

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Ikea zahlt Eltern 41 Millionen

Die Familie soll umgerechnet 41 Millionen Euro von Ikea erhalten, wie mehrere Medien, darunter die FAZ und das ZDF, nun berichten. Die Eltern warfen dem Möbel-Unternehmen nicht nur die Schuld am Tod ihres Kindes vor – sondern vor allem mangelnde Warnhinweise. Immer wieder wurde von Verletzungen und sogar Todesfällen von Kindern aufgrund umkippender Möbelstücke berichtet, trotzdem soll Ikea Kunden lange Zeit nicht darüber informiert haben, die Kommode an der Wand zu befestigen.

Zwar startete Ikea einem Bericht der Washington Post nach 2016 einen Rückruf der Kommode, von diesem soll Familie Dudek jedoch nie erfahren haben. Daraufhin sollen auch nach dem Rückruf drei weitere Kinder unabhängig von dem Zweijährigen an ähnlichen Unfällen gestorben sein.

Ikea-Kommode soll zu mehrfachen Unfällen geführt haben

Der Sohn der Familie hatte 2017 versucht, auf eine "Malm"-Kommode von Ikea zu klettern. Daraufhin war diese umgekippt und hatte das Kind schwer verletzt. Es starb an den Folgen des Unfalls. 

Die Eltern wollen das Geld nutzen, um eine Million Dollar an Gruppen zu spenden, die sich für Tests von Kommoden einsetzen. Auch Ikea selbst soll aus dem Fall gelernt haben. Neben der Entschädigungssumme soll sich das Unternehmen verpflichtet haben, sich mit der Gruppe "Parents Against Tip-Overs" (zu dt. Eltern gegen Umkipp-Unfälle) zu treffen und Rückrufe zukünftig auszuweiten. Produkte sollen zudem sicherer gestaltet und entsprechende Workshops veranstaltet werden. 

verwendete Quellen: ZDF, FAZ, Washington Post

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