"Schmeckt nussig" – Influencer provoziert mit Baby-Delfin einen Shitstorm

Riesen-Aufschrei im Netz: Der junge Influencer "Inscope21" schildert in den Instagram-Storys, dass er sich Freunde zum Baby-Delfin-Essen eingeladen hat. Wenig später löst er auf, welche Aktion dahintersteckt und dass kein Delfin für sein Video leiden musste.

Worum geht's hier?

Nicht nur bei Instagram, sondern auf einigen Sozialen Netzwerken, hat Nico Lazaridis alias Inscope21 einen heftigen Shitstorm kassiert. Der Influencer, der sonst eher mit Spaß- und Fitnessvideos auf sich aufmerksam gemacht hat, zeigte sich nun, wie er in der Küche damit prahlt, einen Baby-Delfin zu essen ("Schmeckt irgendwie ein bisschen nussig!").

In seinen Instagram-Storys war der vermeintliche Delfin auf Eiswürfeln gebettet zu sehen, wenig später zeigte der Influencer Fleisch, das in der Pfanne brutzelte. Kein Wunder, dass die Aufregung und das Entsetzen riesig waren.

Hat er wirklich Delfin gegessen?

Am Tag nach dem heftigen Shitstorm hat Nico den Skandal nun aufgeklärt – und erntet plötzlich Respekt. Denn: Die komplette Delfin-Nummer war ein konstruierter Aufreger, damit wir Zuschauer über unseren Konsum nachdenken! Der tote Baby-Delfin, den "Inscope21" in seiner Story gezeigt hat, war nicht echt – vielmehr hat er das Tier aufwändig aus Silikon in einem 3D-Drucker anfertigen lassen.

Mittlerweile hat Nico ein ausführliches Video auf Youtube veröffentlicht, in dem er erklärt, dass der Shitstorm bewusst provoziert war und er selber erhebliche Risiken auf sich genommen hat. Den ganzen Abend lang hätte er wüste Beschimpfungen zugeschickt bekommen – was er gut finde. Denn mit der Aktion wolle er sich letztlich, vor allem für Delfine und andere Meeresbewohner einsetzen.

Was steckte nun wirklich dahinter?

Hintergrund der provokanten Aufnahmen ist demnach eine Aktion in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "Followfish", das sich für nachhaltigen Fischfang einsetzt und selber auch fair gefangenen Thunfisch vertreibt. Man könnte also sagen, die Aktion war einfach kreative Werbung – aber vor allem war es ein Einsatz für den Erhalt der Weltmeere.

Nico in seinem Video: "Die meisten von euch haben wahrscheinlich meine Story geguckt und dachten sich: ‚Was für ein elendiger Bastard.‘ Aber denken wir mal um: Ich will gar nicht wissen, wie viele Leute an diesem Abend (...) gleichzeitig aber links neben ihnen den guten Thunfisch-Salat mit dem allerletzten Billig-Thunfisch aus der untersten Schublade gegessen haben. Und für den Thunfisch, den er da gerade gegessen hat, ist einfach mal ein weiterer Baby-Delfin draufgegangen."

Eine gezielte Provokation also, die uns alle zum Nachdenken anregen soll. Damit könnte der provozierte Shitstorm also als voller Erfolg bezeichnet werden. Und auch Nico selber sagt: "Für mich selber ist es natürlich schon eine risikoreiche Aktion gewesen, aber ich dachte: Und wenn ich am Ende des Tages einige Hater mehr habe, sich dafür aber mehr Menschen dieses Video anschauen und sich grundlegend Gedanken über ihre Ernährung machen, dann ist es mir das wert …"

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