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Irre Rechnung Frau kriegt vom Arzt Extrarechnung, weil sie beim Eingriff weinen musste

Irre Rechnung: Die Tränen bei einer Behandlung waren überraschend teuer
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Tränen können teuer werden: In den USA wurde einer Patientin nachträglich extra berechnet, dass sie bei einem schmerzhaften Eingriff weinen musste.

Was ist passiert?

Eine junge Frau hat sich von ihrem Hautarzt einen Leberfleck entfernen lassen, was unangenehm werden kann. Als es schmerzhaft wurde, konnte sie ihre Tränen nicht unterdrücken und musste bei der Behandlung kurz weinen.

So weit, so normal ...

Genau. Umso erstaunter war sie daher, als sie hinterher ihre Rechnung durchguckte - und dort eine Extra-Berechnung dafür entdeckte, dass sie weinen musste.

Was, ernsthaft?

Ja, auf der Rechnung war es gleich der zweite Punkt hinter dem eigentlichen Eingriff: "Kurze Gefühlsregung", in Fachkreisen bekannt als "CPT Code 96127".

Wie absurd! Wie viel musste sie dafür bezahlen?

Das war vergleichsweise wenig, "Weinen bei Behandlung" kostete sie lediglich elf Dollar. Zwei Dollar und zwanzig Cent davon hat großzügigerweise ihre Krankenversicherung übernommen. Wir sind jetzt nicht sicher, wie viel "kurzes Gefühl" man sich heutzutage für zwei Dollar zwanzig kaufen kann, aber es war bestimmt ein extralanger Schluchzer. Die Frau hatte Glück, es hätte schlimmer kommen können.

Schlimmer als extra bezahlen, weil die Behandlung so weh tut?

Ja, allerdings. Der Berechnungscode CPT "Code 96127" für Tränen und Gefühlsregungen kann nämlich mit bis zu 25 Dollar zu Buche schlagen. Pro Behandlung bis zu drei Mal, wenn Patientin oder Patient einfach nicht tapfer sein können. Für manche Ärzte in den USA ist das eine gezielt angezapfte Einnahmequelle.

Das war kein Versehen, das hat System?

Ja, hat es. Auf dem Beratungsportal "Mentegram" wird sogar explizit dafür geworben, dass Mediziner:innen die Rechnung für "Verhaltensauffälligkeiten" öfter einsetzen sollten. "Klinikmitarbeiter:innen können so nicht nur ihre Untersuchungen effizienter managen, sondern so auch zusätzliches Einkommen generieren", heißt es da begeistert.

Hat sich die Frau darüber beschwert?

Naja, rein rechtlich konnte sie nichts dagegen tun. Stattdessen hat sie die Rechnung leicht amüsiert auf Twitter geteilt, von wo aus sich ihre Geschichte schnell um die Welt verbreitet hat. Neben vielen ironischen Kommentaren, die ihr im Video sehen könnt, brachte ihr das vor allem die Erkenntnis, dass sie wohl beim nächsten Mal die Zähne fest zusammenbeißen muss ...

Verwendete Quelle: Twitter.com

Brigitte

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