Nach schlechtem Trump-Scherz: Johnny Depp soll abgesetzt werden

Johnny Depp macht einen miesen Scherz über Trump - prompt wird die Absetzung des "Pirates of the Caribbean"-Stars gefordert.

Beim Filmfestival im englischen Glastonbury machte Johnny Depp einen schlechten Scherz. Der 54-Jährige stand sichtlich angeschickert auf der Bühne, sprach über Trump und fragte schließlich das johlende Publikum: „Wann war eigentlich das letzte Mal, dass ein Schauspieler einen Präsidenten ermordet hat?" Damit spielte er offenbar auf das Attentat an, das der Schauspieler Wilkes Booth 1865 auf Abraham Lincoln verübte.

Vor seiner provokanten Anspielung fragte Depp seine Fans: „Könnt ihr Trump herbringen? Ich glaube, er braucht Hilfe. Ich weiß nicht. Es gibt ein paar wundervolle dunkle Orte, an die er gehen könnte.“

Schlechter Scherz, kalkulierter Affront

Es war ein kalkulierter Affront, denn vor seiner Anspielung auf den Präsidentenmord sagte der „Pirates of the Carribbean“-Star: „Übrigens, das wird in der Presse sein, und es wird schrecklich“. Außerdem wolle er klarstellen, dass er selbst gar kein Schauspieler sei, sondern bloß jemand, „der für seinen Lebensunterhalt lügt“.

Inzwischen hat der Hollywood-Star sich öffentlich entschuldigt: Es sei ein schlechter und geschmackloser Scherz gewesen - er habe einfach witzig sein wollen.

Bad Boy: Johnny Depp beim Glastonbury Festival

„Ich glaube, es wird schwer für Disney, ihn zu halten"

Es nützt nichts, die Wellen schlagen hoch. Der älteste Sohn des amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump Jr. (39), forderte von dem Disney-Filmstudio, das den Dauer-Blockbuster „Pirates of the Caribbean“ produziert, die umgehende Entlassung des Stars. „Ich glaube, es wird schwer für Disney, ihn zu behalten. Schauen wir mal, #FireDepp geht nach ‚Trump Anschlag‘-Witz viral“, schrieb Trump Jr. auf Twitter.

Es trifft keinen Unschuldigen

Viele Menschen unterstützen die Forderung des Präsidentensohns. Es gibt aber auch Stimmen, die stattdessen die Absetzung Donald Trumps fordern (#FireTrump).

Tatsächlich steht Depp mit seinem geschmacklosen Witz nicht ganz allein da - und es trifft auch keinen Unschuldigen: Gut zehn Monate ist es her, dass Donald Trump indirekt die Ermordung seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton ins Spiel brachte.

Was hatte Depp in Glastonbury zu suchen?

Depp war beim Glastonbury Festival, um den Film „The Libertine“ zu promoten, in dem er die Hauptrolle spielt: Die des britischen Freigeists John Wilmot, der im Alter von 33 Jahren an den Folgen seines dekadenten Lebensstils stirbt. Eine Rolle, die Depp auf den Leib geschrieben zu sein scheint: Der dreifache Oscar-Preisträger hat seit einigen Jahren mit Gerüchten über Drogenmissbrauch, Alkoholismus, finanzielle Probleme und häusliche Gewalt zu kämpfen.

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