Frau druckt sich 15.000 Euro aus – und geht ins Autohaus

Das hatte sie sich wohl zu einfach vorgestellt: In Kaiserslautern ist eine 20-Jährige in ein Autohaus gegangen, sie wollte sich einen neuen Flitzer kaufen. Sie hatte auch 15.000 Euro in bar dabei – die hatte sie sich allerdings zu Hause selber ausgedruckt …

Das scheint eine Geschichte aus dem Kapitel "Man kann's ja mal probieren" zu sein: Eine junge Frau versucht, sich ein Auto zu kaufen und möchte mit Geld bezahlen, das sie zu Hause selber ausgedruckt hat.

Natürlich ist den Mitarbeitern des Autohauses aufgefallen, dass da etwas nicht stimmt: Auch wenn die 50er und 100er der Frau auf den ersten Blick echt aussahen, hatten sie natürlich keine Sicherheitsmerkmale, wie etwa Hologramm, Wasserzeichen oder Sicherheitsstreifen.

Die Polizei nahm die Geldfälscherin noch vor Ort fest und durchsuchte ihre Wohnung in Pirmasens – hier staunten die Beamten nicht schlecht: Sie fanden weiteres Falschgeld im Nennwert von 13.000 Euro – teilweise lagen die auf normalem Druckerpapier ausgedruckten Bögen noch im Tintenstrahldrucker (siehe Foto)!

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Kann man Geld einfach so zu Hause ausdrucken?

Geldscheine einfach am heimischen Schreibtisch selber auszudrucken klingt vielleicht simpel – ist es aber gar nicht. Abgesehen davon, dass es natürlich verboten ist und eine solche Fälschung sehr leicht enttarnt werden kann, haben viele Drucker bestimmte Sicherheitseinstellungen, die verhindern, dass Geld kopiert oder ausgedruckt werden kann.

Solche Modelle analysieren die Druckdaten oder das Dokument, das gescannt werden soll, und geben entweder einen Warnhinweis aus, oder unterdrücken den Druck komplett – eine Funktion, die man auch gerne entdeckt, wenn man für Geburtstage Gutscheine mit "echtem Geld" ausdrucken möchte.

Was droht der Geldfälscherin nun?

Paragraf 146 des Strafgesetzbuchs sieht eine Freiheitsstrafe von nicht weniger als einem Jahr für Täter vor, die "Geld in der Absicht nachmach(en), dass es als echt in Verkehr gebracht" wird. Die Täterin aus Pirmasens wurde zunächst festgenommen, sie sieht nun einem Prozess entgegen. Ob ihr ihr Verhalten im Autohaus als Naivität oder besondere Dreistheit ausgelegt wird, wird sich dann zeigen …

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