Mädchen vereiteln Kidnapping einer Elfjährigen – mit Eiskaffee!

Vier Mädchen zwischen elf und 14 Jahren haben einen Mann in die Flucht geschlagen, der die jüngste von ihnen offenbar entführen wollte. Ihre Waffen: Fäuste, Füße – und Getränke.

Schreck-Erlebnis für vier Mädchen aus dem US-Bundesstaat Michigan: Es ist Freitagabend, zwei Schwestern und ihre beiden Freundinnen im Alter zwischen elf und 14 Jahren bummeln von einem Sommerfest nach Hause. An einem Kiosk stoppen sie, die älteren drei kaufen sich jede einen Eiskaffee, die jüngste ein großes Slush-Eis. Doch auf dem Parkplatz vor dem Laden beschleicht die Kinder ein ungutes Gefühl: Ein Mann folgt ihnen.

Und tatsächlich schnappt sich der Angreifer kurz darauf die jüngste der Vier, hält ihr mit einer Hand den Mund zu, packt sie mit der anderen am Hals – und zieht sie von den anderen weg. "Ich schrie 'Allison' und dann griff er an", berichtet die 13-jährige Lauren Eickhoff dem Nachrichtensender "ABC News". "Ich dachte zuerst, das wäre ein Test, bis ich kapierte: Das passiert wirklich", erzählt ihre zwei Jahre jüngere Schwester. "Er sagte 'Du kommst mit mir'".

Vater lehrte die Mädchen Selbstverteidigung

Doch die Kinder sehen nicht etwa tatenlos zu. Stattdessen gehen sie selbst zum Angriff über. Und nutzen dafür, was sie eben zur Verfügung haben: ihre Kaltgetränke! 

Ihr Papa habe ihnen beigebracht, sich auf jede erdenkliche Weise zu verteidigen, wenn ein Fremder sie attackiere, erzählen die Eickhoff-Schwestern im Interview mit "Inside Edition": "Versuch' ihn zu boxen, zu treten – irgendwas, um von ihm wegzukommen", berichtet Allison. 

Daran erinnern sich die Kinder in dem Moment des Angriffs. Alle vier gehen auf den Unbekannten los, schlagen auf ihn ein und bewerfen ihn mit ihren Getränken. Eine Taktik, die funktioniert. Der Fremde zieht sich zurück.

Festnahmefoto zeigt Täter voller Kaffeeflecken

Die Polizei, die von einem Zeugen gerufen wurde, nimmt den Mann kurz darauf in der Nähe des Tatorts fest. Den Beweis für den Mut der Mädchen trägt er noch am Leib: Das auf der Wache aufgenommene Foto zeigt den 22-Jährigen in einem mit Kaffeeflecken besudelten T-Shirt. Der Mann, der Medienberichten zufolge möglicherweise Autist sein soll, muss sich nun unter anderem wegen versuchter Freiheitsberaubung verantworten.

"Ich bin extrem stolz auf die Mädchen", sagt der Vater von Allison und Lauren im TV-Interview. Sie hätten sich genau richtig verhalten, lobt auch der Polizeichef den Einsatz der Mädchen: "Sie haben exakt das getan, was getan werden sollte. Sie haben gegen den Verdächtigen gekämpft – und gewonnen."

Auch wir applaudieren den Mädels für ihren beherzten und abgebrühten (höhö) Einsatz. Und merken uns: Kaffeetrinken kann sich lohnen – zu jeder Tages- und Nachtzeit!

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