Makaber: Diese Handtasche ist eine tote Katze!

Künstlerin Claire Hobbs verleiht einer toten Katze neues Leben als Luxus-Handtasche - geschmacklos, oder gute Idee?

Keine Frage: Diese Handtasche ist ein echter Hingucker, der euch garantiert überall sofort zum Gesprächsthema macht. Die Frage ist nur, ob ihr diese Art der Aufmerksamkeit wirklich schmeichelhaft findet - denn diese Tasche mag auf den ersten Blick wie ein Stofftier aussehen; auf den Zweiten merkt man aber sofort: Das ist tatsächlich eine tote Katze. Mit Kopf und allem drum und dran. Als Handtasche. Geht's noch?

Ein zehntes Leben nach Verkehrsunfall

Designerin Claire Hobbs aus Neusseeland ist es daher wichtig, die dringendste Frage sofort zu klären: Nein, diese Katze wurde nicht extra getötet, um zur Tasche umfunktioniert zu werden. Claire fand den überfahrenen Katzenkörper auf der Straße und machte sich sogar die Mühe, monatelang nach vermissten Katzen in ihrer Umgebung zu suchen. Als sie keinen Eigentümer finden konnte, beschloss sie, eine ganz besondere Tasche aus der Katze zu machen.

Zu schade um das "nette Gesicht"

Und wie kommt man auf so eine absurde Idee? Claire hat eine mehrjährige Erfahrung als Tierpräparatorin und fand, dass die Katze "ein besonders nettes Gesicht" hatte, während "der Rest von ihm fast komplett plattgequetscht war", so sagte sie gegenüber dem Portal Mashable.

Hobbs ist selbst Besitzerin von zwei Hunden und würde niemals für ihre Tierpräparationen ein Lebewesen töten; in ihrer Arbeit beschränkt sie sich hauptsächlich auf überfahrene Tiere.

Katzenfreunde sind empört

Doch auch diese Erklärung kann natürlich nicht verhindern, dass diese Tasche nicht nur Zuspruch findet. Viele im Netz sind entsetzt über diese Katzen-Weiterverwertung. "Respektlos!" ist da noch eine der netteren Beschimpfungen, die die Künstlerin sich anhören muss. Eine tote Katze ist als Accessoire völlig daneben, da sind sich zahlreiche Tierschützer einig. "Aber wieso ist das jetzt schlimmer als eine Leder-Handtasche?" fragen Verfechter der Katzentasche zurück.

Inzwischen ist "Tom", wie Claire ihre Kreation liebevoll genannt hat, schon verkauft - auf einer Auktionsplattform wurde er für 545 Dollar ersteigert. Doch die Diskussion darüber, ob er die Grenzen des guten Geschmacks überschritten hat, wird bestimmt noch lange weiterlaufen!

heh
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