Dieses Bild kann deine Probleme lösen!

Wenn wir ein Kunstwerk betrachten, zieht es uns in seinen Bann – oder lässt uns kalt. Ist ersteres der Fall, sollten wir uns dem Bild hingeben: Es kann uns beim Lösen unserer Probleme helfen, wie eine Studie nun beweist.

Ob die Landschaften von Claude Monet, die Tierwelt von Franz Marc, die Blumen von Vincent Van Gogh, die Szenerien von Leonardo Da Vinci oder die Figuren Asger Jorns: Kunst hält für jeden Geschmack etwas bereit. Während sich die einen von Wassily Kandinsky oder Salvador Dali inspirieren lassen, bewundern andere die Werke von Sandro Botticelli oder Max Liebermann.

Welches Werk uns warum fesselt, ist für die folgende unfassbare Nachricht unerheblich. Wichtig ist nur, dass uns das Werk unserer Wahl zum Tagträumen einlädt.

Kunst beeinflusst unser Gehirn

Ein internationales Forscherteam am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik wollte genauer wissen, welche Auswirkungen Kunstwerke, die uns fesseln, auf unser Gehirn haben. Herausgefunden haben sie Überraschendes: Kunst beeinflusst unsere Gehirnaktivität auf eine ganz bestimmte Weise.

In der Studie sollten Probanden bis zu 15 Sekunden ein Bild betrachten. Dabei wurde ihre Gehirnaktivität mit funktioneller MRT (Magnetresonanztomographie) aufgezeichnet. Die Aufzeichnungen zeigten, dass gerade jenes Gehirnareal beim Anblick der Werke stimuliert wurde, welches in der Regel nur dann aktiv ist, wenn wir unseren Gedanken nachhängen, tagträumen, unseren Blick nach innen richten (um etwa emotionale Reaktionen zu verarbeiten) oder Zukunftspläne schmieden.

Kunst hilft bei Problemlösung

Dieser Bereich des Gehirns heißt Default Mode Network, kurz DMN. Eigentlich dürfte es beim Anblick äußerer Dinge, wie etwa der Kunstwerke, nicht aktiv sein, weil es dafür nicht zuständig ist. Amy Belfi von der Missouri University of Science and Technology erklärt: "Wir konnten beobachten, dass dieser Hirnzustand relativ selten eintrat und wahrscheinlich ein Merkmal für bewegende ästhetische Erfahrungen ist."

Doch was bedeutet das konkret für uns als Betrachter? Wenn das Gehirn nachweislich dasselbe Areal für das Betrachten von (uns beeindruckender) Kunst verwendet wie beim Tagträumen, heißt es im Umkehrschluss auch, dass es uns bei der Problemlösung helfen kann. Schon 2012 haben Forscher nachgewiesen, dass Tagträumen die Fähigkeit fördert, kreative Lösungen für Probleme zu finden.

Fazit: Wenn ihr nicht mehr weiter wisst, geht ins Museum, schnappt euch ein Kunstbuch oder googelt euer Lieblingskunstwerk. Und dann betrachtet es einfach. Vielleicht entdeckt ihr darin die Lösung für euer Problem...

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kao

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Kunst kann Probleme lösen: Frau betrachtet Kunstwerk im Museum
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