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Mann plant Hochzeitsüberraschung für seine Frau – 10 Monate nach seinem Tod

Mann plant Hochzeitstag nach Tod: Blumen und Buch
© Korotova Liudmyla / Shutterstock
Aly Mendoza traute ihren Augen kaum, als eine Mail in ihr Postfach einging. Der Absender: Ihr Vater, der vor zehn Monaten verstorben war. Denn er hatte einen Plan.

Als Aly Mendoza nachts noch einmal ihre E-Mails prüfte, war sie die Einzige, die noch wach war. Da ertönte das Signal – tatsächlich hatte sie eine Nachricht im Postfach. Als die junge Frau den Absender sah, dauerte es trotzdem noch zwei weitere Tage, bis sie sich traute, die Mail zu öffnen. Sie stammte von ihrem Vater. Doch dieser war vor zehn Monaten nach einer chronischen Lebererkrankung verstorben.

Alles begann mit einer Mail …

"Ich konnte nicht glauben, was ich las", erinnert sich Aly später auf Facebook, wo sie die Nachricht ihres Vaters veröffentlichte. Die Mail ist zu diesem Zeitpunkt bereits drei Wochen her. 21 Tage, in denen ihr Vater Aly auf Trab zu halten wusste. 21 Tage voller Planungen. 21 Tage voller Geheimnisse. Denn ihr Vater hatte klare Worte gefunden: "Alyssa, befolge die Anweisungen dieser E-Mail vollständig und sorgfältig", steht in den ersten Zeilen geschrieben.

Es folgt eine Liste von sechs Punkten, die Aly bis zum 10. Juni abzuarbeiten hatte. Keinen Tag früher oder später, denn das war das Hochzeitsdatum ihrer Eltern. 

Der Hochzeitstag sollte perfekt werden

Alys Vater hatte einen konkreten Plan für den 25. Hochzeitstag ausgearbeitet – für den Fall, dass er bis dahin "nicht mehr bei Sinnen oder schlimmer – nicht mehr da sein sollte." Letzteres trat ein. Und Aly in seine Fußstapfen. 

Über Wochen bereitete die Tochter die Silberhochzeit vor. Dabei hatte sie gar nicht mehr viel zu tun. Ein Florist war bereits engagiert – und nicht nur für diesen, sondern für jeden weiteren Hochzeits-, Valentins- und Geburtstag der Mutter – und auch den Brief an seine Frau hatte der Mann bereits vorsorglich vorgeschrieben und angehängt. 

Und so tat Aly, was ihr Vater ihr auferlegt hatte: Sie organisierte die Blumen – weiße, denn mit weißen Rosen hatte ihr Vater ihre Mutter einst erobert, und rosafarbene, die sie liebt. Sie bestellte ihr Lieblingsessen. Sie sorgte für Musik. Sie dekorierte den Raum mit unzähligen Ballons, die von der Decke herabhingen und den Raum mit Erinnerungen füllten. Denn an jeden von ihm hing ein Foto der Familie.

Als der Tag der Tage, der 10. Juni, nun vor der Tür stand, rüstete sich Aly mit einer Kamera. In den Aufnahmen, die sie jetzt veröffentlichte, ertönt ein Liebeslied. Und das Schluchzen einer Frau, die von ihrem Ehemann selbst nach dessen Tod noch überrascht wird.

Die Aufnahmen gehen ans Herz, vor allem zeigen sie aber, dass Liebe keine Grenzen kennt – nicht einmal die des Todes. Das ist es, was Aly von ihren Eltern gelernt hat und nun weitergeben möchte: "Ich möchte nur sagen, dass jeder verdient, geliebt zu werden, wie mein Vater meine Mutter liebte und zu lieben, wie meine Mutter meinen Vater liebte."


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