Mutter trifft totgeglaubtes Kind nach 30 Jahren wieder

29 Jahre trauerte eine Mutter um ihr Kind. Dann lernte sie ihre totgeglaubte Tochter kennen. 

Tina Bejerano war 17 Jahre alt, als sie ihr erstes Kind auf die Welt brachte. Nur 15 Minuten später verlor sie es wieder. Ihre Mutter war es, die ihr die traurige Nachricht überbrachte, dass das Kind die Geburt nicht überlebt hatte. Fox 26 berichtet nun über die tragische Geschichte der Familie.

Jedes Jahr feierten Tina Bejarano und ihr Ehemann Eric Gardere den Geburtstag des Kindes, das sie glaubten verloren zu haben.

Jedes Jahr stürzte der Geburtstag die Frau erneut in eine depressive Phase und sie konnte nicht aufhören zu weinen. Daran änderten auch fünf weitere, gesunde Kinder nichts, die sie zur Welt brachte. Der Schmerz schien auch nach knapp 30 Jahren nicht nachzulassen. Bis zu einem bestimmten Tag im letzten Jahr. Der sorgte dafür, dass das Paar 2019 keinen Trauertag mehr einlegen muss.

Eine E-Mail vom totgeglaubten Kind

An diesem Tag im letzten Jahr öffnete Tina Bejarano ihr Postfach und fand eine Nachricht vor, die sich zunächst las wie eine Spam-Mail: Der Absender behauptete, ihr Kind zu sein. Vielleicht hätte die Mutter die Mail ignoriert, wäre da nicht das Alter gewesen. Kristin, die sie kontaktierte, war 29 Jahre alt. Vor 29 Jahren hatte Bejerano ihr Kind verloren.

Zu diesem Zeitpunkt wurde Kristin wiederum von einer Familie adoptiert. Ein DNA-Test, den die Mutter in Auftrag gegeben hatte, mit dem man Verwandte weltweit finden konnte, bestätigte: Tina Bejarano hatte tatsächlich das Kind wieder gefunden, das sie vor knapp 30 Jahren glaubte verloren zu haben!

Kind, alleine

Während ihrer Schwangerschaft hatte ihre Mutter der damals 17-Jährigen immer wieder einzureden versucht, das Kind abzugeben. Nach der Geburt hatte sie es selbst zur Adoption freigegeben – und ihrer Tochter erzählt, das Kind sei verstorben. 

Mittlerweile lebt Kristin als Mann in New Jersey, gemeinsam mit einer Frau und einem Baby. Zu seiner Mutter hat er seit der Wiedervereinigung regen Kontakt, ebenso wie zu deren Mann, auch wenn dieser nicht sein biologischer Vater ist.

Knapp ein Jahr nach der Zusammenführung der Familien erzählt Tina Bejarano nun ihre Geschichte. Sie möchte anderen Menschen Mut machen – denn manchmal lohnt es sich, de Hoffnung nicht aufzugeben. 

mjd

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