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Mutter bringt Baby früher zur Welt - damit der sterbende Vater es noch sehen kann


Dem Vater blieben nur noch wenige Tage - daher entschloss sich Diane Aulger zu einem ungewöhnlichen Schritt, damit er sein Kind noch in den Arm nehmen konnte.

Eine Ungerechtigkeit des Schicksals

Mark und Diane Aulger konnten es, wie alle werdenden Eltern, kaum erwarten, ihr Baby endlich in die Arme schließen zu können. Die Schwangerschaft war problemlos verlaufen, und die Texaner waren schon ganz unruhig vor Vorfreude auf das Kind, das nun bald bei ihnen sein würde.

Die Freude wurde auch dadurch verstärkt, dass Mark eine Darmkrebs-Behandlung hinter sich hatte. Die Erkrankung war Monate zuvor bei ihm festgestellt, aber auch umgehend behandelt worden. Durch eine sofortige Operation und anschließende Chemotherapie hatte er den Krebs besiegt. Daher freuten sich mit Blick auf ihr bevorstehendes Baby beide Elternteile darüber, dass das Leben so viel stärker war als der Tod - doch es sollte leider alles anders kommen.

Plötzliche Atemnot

Eines Tages bekam Mark keine Luft mehr: Die Chemotherapie hatte bei ihm eine Lungenfibrose gebildet, die nun die Atmung massiv behinderte. Für die Aulgers kein Grund zur Panik - schlimmstenfalls würde sich das Atemproblem sicherlich durch einen mobilen Sauerstofftank ausgleichen lassen. Ein lästiges Problem, eine klare Einschränkung, aber kein lebensbedrohlicher Zustand. Doch schon bald stellte sich heraus, dass diese Lungenfibrose unheilbar war - und ihr Zustand schon weiter fortgeschritten als gedacht. 

Ein Tod, ohne sein Kind sehen zu können?

Die niederschmetternde Diagnose: Mark würden nur noch wenige Tage zum Leben bleiben - und das nur zwei Wochen vor dem erwarteten Entbindungstermin. Für Diane war völlig klar: Sie würde auf die natürliche Geburt verzichten, damit Mark sein Baby noch erleben würde!

Sterbebett im Kreißsaal

In einem dramatischen Eingriff wurde Mark in den Kreißsaal verlegt, und konnte so bei der Geburt seiner Tochter Savannah dabei sein - direkt an der Seite von Diane. Als das Baby auf der Welt war, konnte er es fest an sich drücken - und sein viel zu kurzes Vaterglück spüren. "Er hielt sie 45 Minuten lang", so erzählte Diane später der Daily Mail. "Er und ich mussten die ganze Zeit über weinen." Die folgenden Tage hatte Mark nur noch wenige Minuten am Stück genug Kraft, um sein Baby zu halten. Fünf Tage später verstarb er schließlich.

Die Narben sitzen tief

Das alles ist inzwischen knapp fünf Jahre her - und die Aulgers vermissen Mark noch immer. Savannah ist inzwischen ein Kindergartenkind geworden, dass sich bestens mit ihren Geschwistern versteht (die Aulgers haben noch vier weitere Kinder). 

In ihren Erinnerungen halten sie Mark am Leben - und gedenken ihm auch auf Facebook regelmäßig mit Fotos von ihm.

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heh

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