Fünfjähriger ging Airline aus Versehen "verloren" - jetzt klagt die Mutter

Was für ein Schock: Als Maribel Martinez ihr alleinreisendes Kind aus der Obhut der Fluggesellschaft abholen wollte, konnte es plötzlich keiner mehr finden ...


"Ist das etwa nicht ihr Kind?"

So eine verrückte Geschichte kann man sich gar nicht ausdenken: Die New Yorker Mutter Maribel Martinez wollte ihren fünfjährigen Sohn Andy vom Flughafen abholen. Der Junge hatte zuvor Verwandte in der Dominikanischen Republik besucht, und war alleine zurück geflogen. Selbstverständlich unter der Obhut der Mitarbeiter von "Jet Blue Airlines", die sich um allein reisende Kinder kümmern - ein Sonderservice, der immerhin hundert Dollar extra kostet. Nur: Andy kam nicht zu Hause in Manhattan an - sondern ein völlig anderer fünfjähriger Junge, der selbst völlig verängstigt war. 

"Ich war kurz vor dem Durchdrehen"

An diesem Punkt musste Martinez Todesängste um ihr Kind ausstehen - niemand konnte ihr sagen, wo ihr Sohn Andy sein könnte. "Ich war kurz vor dem Durchdrehen", erzählte sie später der "New York Daily News". "Ich wusste nicht, ob er überhaupt noch am Leben war. Ich kann immer noch kaum aufhören, zu Weinen."

Auch die Verwandten in der Dominikanischen Republik konnten kein Licht in die verworrene Lage bringen: Sie sagten nur, dass sie das Kind ganz ordnungsgemäß an die Airline-Mitarbeiter übergeben und sogar noch bis zum Abflug am Flughafen geblieben wären, falls der Flug kurzfristig gestrichen worden wäre. Die Mitarbeiter der Fluglinie fragten noch einmal nach, ob der Junge ganz sicher nicht ihr Sohn war - denn immerhin hatte er Andys Pass bei sich! Ein Eltern-Albtraum, der schwer vorstellbar ist.

"Sie kriegen ihr Geld natürlich wieder"

Erst drei lange Stunden später wurde Andy gefunden: Er war irrtümlich nach Boston geflogen, von wo er schnellstmöglich zu seiner Mutter gebracht wurde.

Die Airline gab in einer Erklärung zu, dass da wohl ein Fehler passiert sein müsste und erstattete daher großzügigerweise den Ticketpreis zurück.

Für Martinez keine zufriedenstellende Lösung: Auf eine Aufklärung, wie der Fehler passieren konnte, oder gar eine Entschuldigung wartet sie bis heute vergebens. Nun verklagt sie die Fluggesellschaft - auch, um anderen Müttern ein ähnliches Schicksal zu ersparen.

heh
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