"Schlimmste Freundin der Welt" zu langer Gefängnisstrafe verurteilt

Die "schlimmste Freundin der Welt" hat das Leben einer Engländerin durch einen aufwändigen Betrug ruiniert - seht im Video, was sie dazu veranlasst hat.

"Schlimmste Freundin der Welt" zerstört Leben ihrer Freundin
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Wer ist denn bitte die "schlimmste Freundin der Welt"?

Über diese zweifelhafte Ehre darf sich die Engländerin Helen Dove freuen: Sie hat mit einem groß angelegten Betrug das Leben ihrer engen Freundin Kimberley Baker  ruiniert.

Was ist denn passiert?

Eigentlich begann die Freundschaft ausgesprochen gut: Helen und Kimberley lernten sich an einer Reitschule kennen und verstanden sich auf Anhieb gut. Als Kimberley beiläufig erwähnte, dass sie sich nichts mehr wünscht, als sich beruflich für Kinder einzusetzen, erzählte Helen prompt, dass sie in der staatlichen Adoptionsvermittlung arbeite - und sich vielleicht für sie einsetzen könne.

Wie nett.

Allerdings. Helen half Kimberley, sich auf einen Job zu bewerben, bei dem auch sie bei der Vermittlung von Adoptivkindern tätig wäre. Die Initiative griff sofort, schon bald bekam Kimberley eine Rückmeldung der Behörde, die Interesse signalisierte.

Ein guter Start für Kimberley!

Die freute sich natürlich sehr - und gab in den folgenden Wochen alles. Mehrere Mitarbeiter der Behörde setzten sich mit ihr in Verbindung und führten per Mail Vorstellungsgespräche.

Per Mail?

Ja, der persönliche Termin wurde kurzfristig abgesagt, und wurde dann schriftlich nachgeholt. Bei dieser Behörde aus Zeitgründen scheinbar nicht ungewöhnlich - zumal ja Kimberleys Freundin Helen vor Ort persönlich dafür bürgte, dass die Job-Bewerberin eine gute Kandidatin war. Und tatsächlich klappte es: Kimberley bekam einen Vertrag für ihren Traumjob.

Wahnsinn!

Ja, sie war verständlicherweise auch sehr begeistert. Umgehend kündigte sie ihren alten Job nach 17 Jahren und freute sich auf die gemeinsame Arbeit mit ihrer guten Freundin Helen.

Die beiden waren inzwischen richtig gut befreundet?

Und wie! Helen war sogar Brautjungfer bei Kimberleys Hochzeit.

Ich habe das Gefühl, die Geschichte endet nicht mit diesem Happy-End ...

Leider nein. Denn nach dem Vertrag zog sich Kimberleys Start im neuen Job in die Länge - immer wieder wurde sie vertröstet, dass sich ihr erster Tag leider verzögern würde. Ganze sieben Monate lang ging das so - bis Kimberley eine furchtbare Entdeckung machte.

Oh nein, ich ahne es ...

Ja, genau: Helen hatte alles, aber auch wirklich alles erfunden. Den Job hatte es nie gegeben, die E-Mails mit den Angestellten der Behörde waren allesamt von ihr selbst verfasst worden. Für den Schwindel hatte sie 15 verschiedene Persönlichkeiten erfunden, Tausende von Mails verfasst und zahlreiche Urkunden gefälscht. Bei der Behörde hatte sie selbstverständlich auch nie im Leben gearbeitet - jede Sekunde der Freundschaft war eine Lüge gewesen.

Die arme Kimberley!

Die war wie vor den Kopf gestoßen. Nicht nur, dass sie ihren Job und über ein halbes Jahr Einkommen verloren hatte - der Verrat der Freundin traf sie mehr als alles andere. "Sie war meine beste Freundin", erzählte sie gegenüber dem "Guardian". "Ich war rund um die Uhr mit ihr zusammen. Sie ist mit uns verreist und hat auch öfters die Kinder betreut - ich hatte keinen Grund, je an ihr zu zweifeln."

Warum zum Teufel hat Helen sich so einen grausamen Streich erlaubt?

Das ist eine gute Frage - im Video seht ihr, mit welcher Rechtfertigung ihr Anwalt diese aufwendige Täuschung erklärt hat!

heh / Brigitte
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