Mann läuft kompletten Marathon - auf seinem Balkon

Hin und her, hin und her: Im Video seht ihr, wie der Franzose Elisha Nochomovitz wegen der Ausgangssperre spontan seinen Balkon zur Rennstrecke machte!

Mann läuft Marathon auf Balkon
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Was ist passiert?

Der Franzose Elisha Nochomovitz ist ein leidenschaftlicher Läufer, der nicht akzeptieren wollte, dass die Corona-Krise ihn von seinem Lieblingssport fernhält. Denn sein Lieblingssport schien plötzlich für ihn unmöglich geworden zu sein.

Wieso? Hätte er nicht einfach alleine loslaufen können?

Leider nein: Anders als in Deutschland gilt in Frankreich eine Ausgangssperre. Jeder, der ohne wichtigen Grund vor der Tür ist (zum Beispiel Essen einkaufen) macht sich strafbar. Und Joggen ist leider unter dem Auge des Gesetzes eher Vergnügen als Notwendigkeit.

Und dann ist er auf seinen Balkon gegangen?

Genau. Von so einem blöden Virus wollte sich Elisha nicht seine Lieblingsbeschäftigung verbieten lassen. Also lief er einen Marathon - zu Hause.

Wie groß ist sein Balkon denn?

Der ist tatsächlich einen Tick länger als ein Durchschnitts-Balkon: Ganze sieben Meter. Dafür ist er mit knapp einem Meter Breite allerdings recht schmal.

Moment, wie oft ist der arme Kerl denn dann für seinen Marathon hin und her gerannt?

Knapp 3000 mal hin und 300 mal her. Er hat die über 42 Kilometer lange Balko-Ping-Pong-Strecke in sechs Stunden und 48 Minuten zurückgelegt, mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 6,2 km/h.

Und hat ihm das jetzt Spaß gemacht?

Wohl eher nicht so - sein Fazit zu seinem Heim-Marathon ist: "Die Schrittlänge ist nicht ideal, die Route ist mies und die Stimmung gleich null." Aber Spaß war gar nicht sein eigentliches Anliegen.

Nein? Warum sollte man das sonst machen?

Nochomovitz wollte vor allem ein stärkeres Bewusstsein dafür schaffen, welche Opfer wir in dieser Ausnahmesituation einfach mal auf uns nehmen müssen, um denen das Leben zu erleichtern, die jetzt wirklich extrem gefordert sind: "Ich bin schon 36 Marathons gelaufen. Und da alle meine Wettbewerbe abgesagt wurden, wollte ich den Pflegekräften meine Unterstützung zeigen, indem ich beweise, dass es möglich ist, zu Hause Sport zu machen."

heh / Brigitte
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