Nachgemacht: So krass klaut Disney bei sich selbst

Kommt euch in manchem Disney-Klassiker auch so manche Szene sehr bekannt vor? Im Video seht ihr, wie häufig sich die Produzenten bei älteren Filmen "bedient" haben!

Nachgemacht: So krass klaut Disney bei sich selbst
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Ein neuer Disney-Film ist fast immer ein großes Kino-Ereignis, in dem viel Liebe, Kreativität und harte Arbeit stecken. Dieser Zusammenschnitt zeigt allerdings, dass auch Disney häufig mal eine Abkürzung nimmt - und große Teile von alten Filmen einfach neu "verkleidet". 

So funktioniert das Zeichentrick-Recycling

Auf den ersten Blick kann man sich natürlich über diese Doppelungen wundern: Worin genau besteht denn hier die Ersparnis? Denn natürlich mussten auch für die "Kopie" ganz neue Zeichnungen angefertigt werden, die ebensoviele Arbeitsstunden gekostet haben, wie das Original. Warum also gibt es diese Szenen Marke "Eigen-Klau"? Das hängt vor allem davon ab, dass in Animation und Zeichentrick im Vorfeld viel Arbeit in die Bewegungsabläufe gesteckt wird, bevor die finalen Zeichnungen überhaupt angefertigt werden. Auch, wenn die Übersetzung einer Skizze in ein bewegtes Bild inzwischen alltäglich ist, bleibt das Timing nach wie vor eine trickreiche Angelegenheit. Schließlich merkt das Auge sofort, wenn eine Bewegung sehr unnatürlich ist. Ein tanzendes Paar muss so wirken, als ob es wirklich mit den Füßen auf dem Boden steht, die Tanzschritte müssen von den Gliedmaßen glaubwürdig ausgeführt werden - und das alles natürlich noch im Takt der Musik! All das so in 25 Bilder pro Sekunde aufzuteilen, dass es passt, ist viel Arbeit - die man sich bei Disney natürlich nicht unbedingt ein zweites Mal machen wollte.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Daher schnappte man sich dort kurzerhand besonders gelungene Sequenzen vorheriger Filme - und übernahm die Bewegungsabläufe einfach noch ein zweites Mal für die Figuren der aktuellen Produktion. Videorekorder oder gar DVD-Player waren damals noch nicht alltäglich, so dass niemand befürchten musste, dass irgendwer die Filme zu Hause vergleichen könnte. Das hat sich natürlich inzwischen geändert, weswegen der kleine Trick auch prompt aufgeflogen ist. Trotzdem ist diese Eigen-Kopie auch ein charmantes Relikt einer vergangenen Zeit - denn bei Computeranimation muss sich niemand mehr die Mühe machen, einmal erzeugte Bewegungen per Hand nachzuzeichnen.

heh / Brigitte
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