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Coronavirus Alleinerziehende Mutter kriegt Riesenüberraschung in Quarantäne

Überraschung: Mit diesem Paket hätte die Mutter mitten in der Krise nicht gerechnet.
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Alleine zu Hause mit zwei an Covid-19 erkrankten Kindern, und das ausgerechnet zu Weihnachten - für eine Mutter aus Houston schien ein schlechtes Jahr ganz besonders schlimm zu enden. Doch dann klingelte es an der Tür ...

Lisette LeJeune hatte sich ihre Vorweihnachtszeit irgendwie anders vorgestellt. Dass sie dieses Jahr durch die Coronavirus-Einschränkungen nicht einfach Freunde und Familie besuchen konnte, war ja abzusehen - aber dass sie gemeinsam mit ihren beiden Söhnen selbst an Covid-19 erkranken und in Quarantäne gehen müsste, hatte die alleinerziehende Mutter nicht erwartet. Und so verbrachte sie ihre Zeit notgedrungen komplett von der Außenwelt abgeschnitten mit der Pflege ihrer kranken Kinder, obwohl sie selbst auch schwer mitgenommen von ihrer Infektion war. Nur gelegentlich stellten Familienmitglieder Lebensmittel und Medikamente vor ihre Tür. Um ihre Postbotin vor einer Ansteckung am Briefkasten zu schützen, positionierte sie einen Eimer vor ihrer Haustür, den diese ohne Berührung beliefern konnte. 

Harte Zeiten, große Überraschung

Mitten in dieser harten Zeit klingelte es plötzlich an ihrer Tür - und Lisette erlebte eine Überraschung, mit der sie niemals gerechnet hätte. "Ich dachte erst, es wäre vielleicht jemand aus der Familie, der mir etwas vorbeibringen wollte", sagte die Mutter später gegenüber der amerikanischen Nachrichtensendung "Good Morning America". "Aber normalerweise hätten die vorher eine Nachricht geschickt oder angerufen." Statt ihrer Familie entdeckte Lisette ein Paket vor ihrer Haustür, gefüllt mit mehreren Dosen Hühnersuppe, Orangensaft, Crackern, Keksen - und einer Grußkarte. "Die besten Wünsche" stand darauf geschrieben. "Ich hoffe, ihr fühlt euch alle wieder besser" - unterzeichnet von der Postbotin.

Hilfreiche Geste, nur aus Nettigkeit

Dieses Paket hatte nicht viel Geld gekostet, aber die Geste war für Lisette unbezahlbar wertvoll - vor allem, weil sie bisher wirklich kaum Kontakt mit ihrer Briefträgerin gehabt hatte. "Was mich wirklich berührt hat, war die Vorstellung, wie sie am Morgen vor der Arbeit oder am Abend zuvor die Tasche fertig packt", erzählt Lisette später "Good Morning America". "Dass sie uns so gezielt bei ihrer Tagesplanung im Kopf hatte". Für die Postbotin selbst keine große Sache, wie sie später sagt - doch für die alleinerziehende Mutter war diese Hilfsbereitschaft einer völlig Fremden mitten in der Krise die schönste Überraschung des Jahres.

Brigitte

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