VG-Wort Pixel

Coronavirus Genervte Mutter schreibt Brief an Party-Nachbarn

Dieser Brief im Treppenhaus erklärt mit umwerfender Logik, warum jetzt echt mal eine Party-Pause angemessen ist.
Mehr
Feiern trotz Coronavirus: Weil sie von den Partys im Haus trotz Kontaktbeschränkungen genervt war, hängte eine Mutter einen Brief aus, der sich gewaschen hat.

Was ist passiert?

Deutschland ist im "Lockdown light", der selbst mit einer sehr großzügigen Interpretation noch sehr, sehr weit entfernt von einem wirklichen Lockdown ist. Trotzdem sind selbst diese Zugeständnisse um weitere Todesfälle durch das Coronavirus für viele Menschen immer noch unzumutbar. Gerade die Kontaktbeschränkungen für Partys strapazieren anscheinend die Opferbereitschaft vieler Leute zu sehr, sodass sie trotz Virus weiter in großen Gruppen feiern. Eine Hamburgerin hat ihnen nun mit einem offenen Brief vor Augen geführt, was daran alles eine schlechte Idee ist.

Was hat sie denn so geschrieben?

In erster Linie reagiert sie sehr verständnisvoll auf die Feierei im Haus. Ihr ist klar, dass sie in ganz anderen Lebensumständen als ihre Nachbarn ist und bestens damit klarkommt, wenn sie am Wochenende nur "mit einem Glas Rotwein auf dem Sofa sitzt". Und sie gibt offen zu: "Sieben Monate feierfrei sind in eurer Lebensphase wirklich Scheiße."

Das ist überraschend nett für einen Beschwerdebrief.

Allerdings. Und auch danach weist sie scharfzüngig, aber treffsicher darauf hin, wie weit die Feierei im Haus von der aktuellen Rechtsverordnung entfernt ist. Sie schreibt über Besoffenen-Gesänge "in Stadion-Lautstärke" und die "fast schon liebgewonnene" Graswolke im Hausflur. Besonders eklig: Sie beschreibt, wie sie in eine "nachlässig beseitigte (nennen wir es Versuch) Blutlache" im Haus treten musste.

Ja, da wäre ich auch unabhängig von Coronavirus sehr genervt von

Vor allem aber stört sie, dass sie mit ihrer Familie auf so viel verzichtet, um andere Menschen zu schützen - und das ihren Nachbarn einfach völlig egal zu sein scheint. "Meine Kinder haben seit 7 Monaten ihren Opa nicht mehr gesehen, dürfen keine Kindergeburtstage feiern, nicht zum Sport und sich nur zu zweit treffen", schreibt sie. Doch ihr ist klar, dass sie damit wohl kaum überzeugen kann, eine längere Feier-Pause einzulegen. Daher greift sie zum größeren Kaliber.

Was genau ist ihr Killer-Argument?

Sie stellt eine kleine Rechnung auf - und die ist so umwerfend direkt und einleuchtend, dass sie ihre Nachbarn hoffentlich überzeugt hat - oder diese zumindest jetzt länger darüber nachdenken, ob große Partys jetzt wirklich notwendig sind.

heh Brigitte

Mehr zum Thema