Model postet Foto einer nackten Frau - um sich lustig zu machen

Body Shaming in sozialen Netzwerken ist ein absolutes No Go! Das musste jetzt auch Model Dani Mathers erkennen ...

Das Fitnessstudio kann ein beängstigender Ort sein: Zwischen all den schönen, durchtrainierten Menschen fühlt man sich manchmal ein bisschen wie ein hässliches Entlein. Doch in der Regel sind es nur wir selbst, die uns mit so kritischen Augen betrachten. Für alle anderen sehen wir vollkommen in Ordnung aus.

Eine Frau in Los Angeles kann das nun leider nicht mehr von sich behaupten, denn für sie wurde dieser Albtraum nun bittere Realität, als sie in die Schussbahn von Playboy-Model Dani Mathers geriet. Das Playmate des Jahres 2015 machte ein Foto von ihr, während sie gerade nackt in der Umkleidekabine stand, und postete es auf Snapchat.

„Wenn ich diesen Anblick nicht vergessen kann, dann könnt ihr es auch nicht.“

Doch damit noch nicht genug. Nicht nur, dass Mathers auf unverantwortliche Weise in die Privatsphäre der Unbekannten eindrang, die 29-Jährige kommentierte das Bild auch noch mit Worten, die sich frei so übersetzen lassen: „Wenn ich diesen Anblick nicht vergessen kann, dann könnt ihr es auch nicht“ und zeigte sich selbst, wie sie mit der Hand vor dem Mund scheinbar schockiert auf die Frau reagiert.

Die Botschaft dahinter ist ganz klar: Das unbekannte Mitglied ihres Fitnessstudios passt nicht in das Schönheitsideal von Mathers und sollte sich deshalb schämen, sich überhaupt nackt in der Öffentlichkeit zu zeigen. Ein absolutes No Go! Sofort erntete Mathers auf allen Kanälen heftige Kritik für ihr freches Body Shaming. Inzwischen hat sie das Foto sowohl auf Snapchat als auch auf Instagram gelöscht.

„Das ist nicht das, was ich wollte, das ist nicht meine Art“

In einer halbherzigen Entschuldigung sagte Mathers in einem Video auf Snapchat: „I have chosen to do what I do for a living because I love the female body and I know that body shaming is wrong and that’s not what I’m about, that’s not the type of person that I am. That photo was taken to be a personal conversation with a girlfriend, and because I am new to Snapchat, I didn’t realize that I had posted it and that was a huge mistake.“

(„Ich tue das, was ich für meinen Lebensunterhalt tue, weil ich den weiblichen Körper liebe, und ich weiß, dass Body Shaming falsch ist und das ist nicht das, was ich wollte, das ist nicht meine Art. Das Foto war für die private Unterhaltung mit einer Freundin bestimmt und weil ich neu bei Snapchat bin, habe ich nicht gemerkt, dass es öffentlich gepostet wurde, und das war ein großer Fehler.“)

Halbherzige Entschuldigung ohne echte Einsicht

Damit bewies Dani Mathers nicht nur, dass sie nicht verstanden hat, warum es falsch war, was sie getan hat, sondern auch, dass Body Shaming in einem privaten Kontext mit Freunden für sie scheinbar vollkommen in Ordnung ist. Zumal für alle, die ein bisschen verstehen, wie Snapchat funktioniert, ziemlich eindeutig ist, dass Mathers genau wusste, was sie tat, als sie die beiden Fotos zu ihrer Snapchat Story hinzufügte. Denn der Unterschied zwischen einer privaten Nachricht und einer Story ist mehr als deutlich. Dass sie damit so viel Wut und Kritik auslösen würde, hätte sie sich aber wohl niemals träumen lassen.

Wir finden: Daumen runter für so viel dreiste Oberflächlichkeit! Body Shaming geht wirklich gar nicht. Und für die Respektlosigkeit, mit der sie das Thema im Nachhinein behandelt, gibt es noch einmal extra Punkte Abzug.

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