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Prinz Harry über psychische Probleme: "Habe mich geweigert, an meine Mutter zu denken"

Prinz Harry hat den Tod seiner Mutter Prinzessin Diana nie richtig verarbeitet
© Gettyimages/ Chris Jackson
Es ist 20 Jahre her, dass Prinzessin Diana bei einem Autounfall ums Leben kam und zwei kleine Kinder ihre Mutter verloren. Welch tiefe Wunden das hinterlassen hat, erklärt Prinz Harry jetzt erstmals in einem Interview.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über Prinz Harry berichtet wird. Jahrelang galt er als Partyprinz, als Spaßvogel vom Dienst und jemand, der sein Leben trotz all der royalen Pflichten unbeschwert genießt. Wie es in dem Prinzen allerdings wirklich aussieht, weiß kaum jemand.

Im Interview mit dem 'The Telegraph' gesteht Harry nun, dass das lebensfrohe Bild, dass er über zwei Jahrzehnte der Öffentlichkeit präsentierte, größtenteils Fassade war. Grund dafür war der viel zu frühe Tod seiner Mutter Diana im Jahr 1997.

"Ich denke, ich kann zweifelsfrei behaupten, dass die Tatsache, dass ich meine Mutter verloren habe, als ich erst zwölf Jahre alt war und danach gute 20 Jahre damit verbracht habe, meinen Schmerz darüber zu verdrängen, große Auswirkungen auf sowohl mein Privatleben, als auch meine Arbeit gehabt hat."

Prinz Harry stand oft kurz vor einem "totalen Zusammenbruch"

Die Folge waren Depressionen und totales Chaos in seinem Leben, das oft in wilden Partyexzessen endete. "Ich war bei vielen Gelegenheiten wahrscheinlich kurz vor dem totalen Zusammenbruch. Ich war völlig verwirrt, weil ich nicht wusste, was mit mir passiert." Er habe deswegen zuerst den einfacheren Weg gewählt: "Ich steckte den Kopf in den Sand und habe mich geweigert, an meine Mutter zu denken."

Geholfen habe ihm schließlich sein Bruder William. Der 34-Jährige soll ihn aufgefordert haben, sich professionelle Hilfe zu suchen und sich seiner Familie und Freunden zu öffnen. 

Prinz Harry mit seiner Mutter Prinzessin Diana
© Facebook/Prince Harry

Erst mit Ende 20 schaffte es Prinz Harry, sich zu öffnen

"Er hat mir immer wieder gesagt, etwas stimmt nicht, ich müsse mit jemandem reden, und dass das auch okay ist." Und er hatte Recht. Mit Hilfe eines Psychiaters hat es Harry geschafft, seinen Kummer aufzuarbeiten und endlich wieder hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

"In den letzten zweieinhalb Jahren, habe ich hart an mir gearbeitet. Jetzt kann ich mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren, auf mein Privatleben konzentrieren."

Heute erinnert nicht mehr viel an den Partyprinzen von damals. Zusammen mit seinem Bruder und seiner Schwägerin Kate hat der 32-Jährige die Charity-Organisation 'Heads Together' ins Leben gerufen, wo er sich für den offenen Umgang mit psychischen Problemen einsetzt.

Happy mit Meghan Markle - jetzt wünscht sich Prinz Harry eine eigene Familie

Harry ist endlich erwachsen geworden und träumt nun von einem Leben mit eigenen Kindern. Ob er sich diesen Wunsch bald mit Meghan Markle erfüllt? Mit der US-Schauspielerin ist der 32-Jährige seit Sommer 2016 zusammen und es scheint den beiden ernst zu sein mit ihrer Beziehung. Zu wünschen wäre es ihm jedenfalls.  

ag

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