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Rückruf TK-Gemüse mehrerer Supermärkte mit neurotoxischem Gift belastet

Rückruf: Gemüse aus dem Supermarkt
© Natnon / Shutterstock
Vorsicht – es wurde ein Rückruf für Tiefkühl-Gemüse herausgegeben, das neurotoxisches Pflanzenschutzmittel enthalten kann. Das Gift ist insbesondere für Kinder und Schwangere gefährlich.

Chlorpyrifos ist ein Giftstoff, der eigentlich als Pflanzenschutzmittel dienen soll. In Europa gehörte es lange Zeit zu den am häufigsten genutzten Pestiziden überhaupt – bis es vor einem Jahr in der EU verboten wurde. Denn das Gift mag Pflanzen zwar schützen – ist für den Menschen jedoch sehr gefährlich. Chlorpyrifos gilt als hirnschädigend.

Rückruf von Paprika

Nun wurde das Pestizid jedoch erneut auf Lebensmitteln gefunden. Es gibt einen großen Rückruf für Gemüse, das in mehreren Supermärkten und Discountern bundesweit verkauft wurde. Es handelt sich dabei um Tiefkühlware, konkret um geröstete Paprika der Firma "Ardo N.V.". Unter anderem veröffentlichte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit den Rückruf auf der Website "lebensmittelwarnung.de". Betroffen ist folgendes Produkt:

  • "Grilled red & yellow peppers parilla - Slices Rote und gelbe Paprika Parilla, gegrillt - Scheiben"
  • Tiefgefroren, in der 1000-Gramm-Packung
  • Hersteller: Ardo N.V.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 31.3.2023
  • Losnummer: 710271

Laut "Ruhr24" sollen die Tiefkühlprodukte der Marke "Ardo" deutschlandweit unter anderem bei Edeka, Rewe und Netto verkauft werden.

Enthaltener Giftstoff wirkt hirnschädigend – insbesondere für Kinder

Grund für den Rückruf ist ein zu hoher Gehalt an Chlorpyrifos. Der Giftstoff gilt als gesundheitsgefährdend, insbesondere neurotoxisch. Er soll bei Kindern bereits im Mutterleib zu Entwicklungsstörungen des Gehirns führen. Laut "Tagesschau" gibt es mittlerweile Studien, die diese Wirkung belegen. Unter anderem die der amerikanischen Columbia University, die darauf hinweist, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft mit dem Pestizid konfrontiert wurden, einen geringeren IQ aufweisen oder zu Aufmerksamkeitsstörungen neigen sollen.

Der Giftstoff ist somit insbesondere für Kinder und Schwangere gefährlich, alle Menschen sollten jedoch vom Verzehr des TK-Gemüses absehen. Stattdessen sollte das Produkt entweder im Geschäft zurückgegeben oder entsorgt werden.

verwendete Quellen: Lebensmittelwarnung.de, Ruhr24, Tagesschau, PAN Germany


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