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Mangelhaft Über 30.000 FFP2-Masken zurückgerufen

Rückruf: FFP2-Masken
© Dan74 / Shutterstock
Ausgerechnet zur erweiterten Maskenpflicht gibt es nun mehrere Rückrufe für FFP2-Masken. Über 30.000 Produkte sollen Mängel aufweisen – und nur drei von zehn Masken schützen.

Ab dem heutigen Montag gilt die verschärfte Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln deutschlandweit. Diese wurde am Dienstag bei der Debatte von Bund und Ländern zum weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie beschlossen, nachdem sie in Bayern bereits einige Tage zuvor ausgerufen wurde. Nun droht jedoch Chaos: Denn nun werden mehrere Masken von offiziellen Stellen zurückgerufen.

30.000 Masken zurückgerufen

Zunächst meldete das Landratsamt Aschaffenburg letzte Woche einen Rückruf tausender FFP2-Masken. Diese sollen kostenlos an pflegende Angehörige verteilt worden sein. Es handelt sich dabei um Produkte der Marke "Fittop", wie es in der Pressemitteilung heißt, die bereits in Schleswig-Holstein gesperrt worden seien.

Laut "Main Echo" hatte das Landratsamt insgesamt 2.000 der betroffenen FFP2-Masken vom Freistaat Bayern erhalten, davon sollen aber lediglich 950 bereits in den Gemeinden Kahl, Laufach und Schöllkrippen ausgeliefert worden sein. Diese sollen mittlerweile fast vollständig zurückgegeben worden sein, wie "BR24" berichtet.

Allerdings wurde der Rückruf nun ausgeweitet: Auch die Bayerische Bundespolizei ruft aktuell mehr als 30.000 FFP2-Masken zurück. Hierbei soll es sich um dieselbe Marke des Herstellers aus China handeln. Sie alle tragen keine oder eine ungültige CE-Kennzeichnung.

Wer bereits FFP2-Masken der Marke "Fittop" von betroffenen Stellen erhalten hat, sollte diese nicht mehr verwenden. Denn Grund für die Rückrufe sind schwerwiegende Mängel: Bei Testungen sollen sehr schwankende Schutzwirkungen herausgekommen sein. Laut "BR24" hätten nur drei von zehn Produkten dem EU-Standard entsprochen, die restlichen sieben lägen darunter. Eine FFP2- oder auch KN95-Maske sollte standardgemäß eine Filterfunktion von mindestens 94 Prozent aufweisen. 

Wie erkenne ich jetzt sichere FFP2-Masken?

Frau mit KN-95-Maske

Im Zweifel gilt: In Apotheken und Geschäften nachfragen. Bei den Masken sollte auf den Aufdruck "KN95" oder "FFP2" und eine zusätzliche CE-Kennung achten. Diese belegt die Prüfung nach europäischen Standards.

verwendete Quellen: BR24, Landratsamt Aschaffenburg, Main Echo 


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