Schwangere wartet vier Stunden in Notaufnahme - ihr Baby stirbt

Mit Blutungen harrt eine Schwangere aus Bayern vier Stunden lang in der Notaufnahme aus. Dann erleidet sie eine Fehlgeburt. 

Ein Ehepaar aus Puchheim (Bayern) ist auf dem Weg zum Einkaufen. Die 37-jährige Frau ist im dritten Monat schwanger und bekommt plötzlich Blutungen. "Wir waren so geschockt, dass wir ohne zu zögern in die Notaufnahme gefahren sind", sagte der Ehemann gegenüber dem 'Münchner Merkur'. In der gynäkologischen Notaufnahme in Fürstenfeldbruck musste das Paar dann ganze vier Stunden lang warten.

Ausnahmezustand in der Notambulanz 

Immer wieder hakt der Ehemann nach, wieso seine Frau nicht behandelt wird. "Ich habe immer wieder gefragt, warum niemand sie untersucht", so der 38-Jährige. "Einmal sagte eine Schwester, dass nur ein Arzt da sei, ein anderes Mal bekamen wir keine Auskunft. Später hieß es, dass zwei Ärztinnen da seien, die wohl beide ausgelastet sind", sagte er weiter.

Die Frau verliert das Baby

Als die Schwangere an der Reihe ist, wird sie operiert, doch für das Ungeborene ist es zu spät – die Ärzte stellen fest, dass der Fötus schon vor der Ankunft im Krankenhaus gestorben war.

Die Krankenhaussprecherin erklärte, dass zu diesem Zeitpunkt zwei Ärztinnen vier Kreißsäle betreuen mussten: "In solchen Fällen wird nach Dringlichkeit entschieden. Wir bedauern, dass die Puchheimerin so lange warten musste. Das lag auch daran, dass ihre Lage nicht lebensbedrohlich war." 

Für das Paar war die lange Wartezeit dennoch eine Tortur. Und auch wenn vor zwei Jahren ihre erste Tochter in diesem Krankenhaus zur Welt kam, und sie damals gut behandelt wurden,  möchten sie dennoch auf die Zustände aufmerksam machen: "Immer lief alles gut, wir hatten einen positiven Eindruck. Aber so etwas wie an dem Samstag sollte nicht vorkommen."

Schu
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