Sexismus-Skandal: Was diese Sportlerinnen geschenkt bekommen, macht sprachlos

Sexismus-Skandal in Spanien: Die Gewinnerinnen eines Squash-Turniers in Nordspanien konnten es kaum glauben. Denn neben einem Pokal bekamen die Damen noch weitere "Präsente" überreicht. Absolut geschmacklos, wie wir finden …

Als die Siegerinnen eines Squash-Turniers im nordspanischen Corvera neben ihrem Pokal weitere Geschenke überreicht bekamen, konnten sie ihren Augen kaum trauen. Laut der spanischen Zeitung "El País" bekamen die Damen nämlich das, was Frauen eben so brauchen: Enthaarungswachs, eine Hornhautfeile – und einen Vibrator! Mit diesen Geschenken wurden die Damen so von Sportlerinnen zu Sexobjekten degradiert.

Sexistisch und beleidigend 

Elisabet Sadó, eine der vier Gewinnerinnen und Koordinatorin der Frauen-Kommission des Squash-Verbands, ist wütend: "Wir waren schockiert und empört. Ich bin 37 Jahre alt und nehme seit ich acht bin an Wettbewerben teil. Nie in meinem Leben hat man mir etwas so Sexistisches geschenkt. Der Vibrator ist eine Beleidigung!", sagte sie gegenüber der Zeitung. 

Proteste der Teilnehmerinnen

Die Aktion hatte Proteste der Teilnehmerinnen zur Folge und löste landesweit eine Sexismus-Debatte aus. Als erste Konsequenz seien laut "El País" mittlerweile drei Verantwortliche des ausrichtenden Klubs Club Squash Oviedo zurückgetreten. In einer ersten Stellungnahme gestand der Vorstand ein, die Geschenke seien "unangemessen" und hätten "niemals vergeben werden dürfen".

Sexismus ist Bestandteil des Alltags

Spielerin Sadó erzählt, dass ihr in ihrer Karriere immer wieder Sexismus begegnet sei: "Ungleiche Prämien, sie geben dir Männerkleidung. Wir Frauen müssen zu schlechteren Zeiten spielen als die Männer, auf Plätzen am Rand. All das summiert sich, aber das war jetzt der Gipfel."

Auch Maribel Toyos vom Squash-Verband von Asturien zeigte sich schockiert, denn so etwas sei in der Geschichte noch niemals passiert. "Die Geschenke sind super sexistisch, ich würde sie bei einem Junggesellinnenabschied unter Freundinnen verstehen, aber nicht bei einem Sportevent", erklärte sie gegenüber "El País".

Wir von Brigitte.de finden die Aktion ebenfalls geschmacklos und gratulieren Elisabet Sadó und ihren Kolleginnen zum Sieg und die hervorragenden sportlichen Leistungen.  

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