Shared Motherhood: Frauen bekommen erstmals ein Baby zusammen!

Zwei Frauen aus Großbritannien sind Eltern geworden. Sie sind das erste lesbische Paar, das das Baby gemeinsam auf die Welt brachte – denn es wuchs in beiden Gebärmüttern heran. Das sogenannte "Shared Motherhood“-Verfahren ist damit erstmals geglückt.

Ob homosexuell oder heterosexuell – mittlerweile gibt es mehrere Wege für Paare jeder Art, ein Baby zu bekommen. Die einen setzen auf künstliche Befruchtung, andere entscheiden sich für eine Adoption. Oder aber sie zeugen zusammen ein Kind. Letzteres ist nun erstmals bei einem lesbischen Paar geglückt. Jasmine und Donna sind Mütter von einem Baby, das sie gemeinsam zeugten. Das Verfahren nennt sich "Shared Motherhood“ und wurde in London durchgeführt.

Donnas Eizelle wuchs in Jasmines Gebärmutter 

Jasmine Francis-Smith war es, die den gemeinsamen Sohn auf die Welt brachte. Otis ist mittlerweile zwei Monate alt. 18 Stunden seiner Entstehungsgeschichte verbrachte er jedoch in Donnas Gebärmutter, wie diese im "Mirror“ berichtete. Denn sie war es, deren Eizelle entnommen, befruchtet und ihr wieder eingesetzt wurde. Kurze Zeit später implantierten die Ärzte die befruchtete Eizelle wiederum Jasmine, die das Baby letztendlich austrug.

Das Shared Motherhood-Verfahren soll gleichgeschlechtlichen Paaren helfen, beide gleichberechtigt an der Schwangerschaft teilzunehmen. Während eine Mutter die Eizelle spendet, trägt die andere den Fötus in sich und bringt ihn auf die Welt. So tragen beide Partner ihren Teil bei.  

Shared Motherhood soll gleichgeschlechtliche Familien näher zusammenbringen

"Es hat uns emotional näher zusammen gebracht, wir sind eine wahre Familie. Wir würden nichts anders machen wollen“, blickt Jasmine positiv auf die Zeit zurück. Die Familie lebt glücklich in Essex. Nachdem sie sich 2014 kennenlernten und 2018 heirateten, ging ihr Kinderwunsch nun endlich in Erfüllung: "Wir sind einfach froh, dass alles so gut geklappt hat und diese Information da ist. Es wird Menschen zukünftig helfen – es bringt dich näher zusammen, statt dass einer sich mehr verbunden fühlt, als der andere Part", erzählte das Paar dem "Telegraph".

Keiner wollte sie adoptieren, doch dann kam er

Wir hoffen, dass die Methode bald mehr Paaren zugänglich wird, nun wo sie erstmals erfolgreich durchgeführt wurde und wünschen der Familie alles Gute!

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