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Sie dachte ihr Freund schnarcht - dabei waren es seine letzten Atemzüge


Normalerweise reichte ein gewöhnlicher Stupser, um einen Schnarcher zu wecken. Doch Lisa Lee machte stattdessen eine furchtbare Entdeckung: Ihr Freund lag neben ihr im Sterben!

Was Lisa Lee aus Großbritannien in der Horror-Nacht durchleben musste, ist einfach unvorstellbar. "Wir lagen im Bett und ich dachte, er würde schnarchen, also schubste ich ihn und sagte, er solle leise sein", so die 25-Jährige gegenüber 'Daily Mail'. Doch zu diesem Zeitpunkt hat die junge Mama nicht geahnt, dass ihr Partner Lewis, der Papa ihres Sohnes, bereits im Sterben lag.

Als der 25-Jährige regungslos neben ihr lag, wurde sie skeptisch: "Dann fühlte ich, dass die Laken nass waren und wusste, dass etwas nicht stimmte. Ich machte das Licht an und sah, dass sein Gesicht lila war – er atmete nicht". Nachdem sie direkt den Notarzt rief, führte sie Wiederbelebngsmaßnahmen durch, doch auch die eintreffenden Hilfskräfte konnten nichts mehr für den jungen Mann tun. Das, was sie letztendlich als Schnarchen deutete, waren seine letzten Atemzüge. In dieser Nacht erlitt Lewis einen Herzinfarkt und verstarb.

Doch wie konnte es dazu kommen?

Vor einem Jahr stellten Ärzte bei dem jungen Papa das vererbbare Brugada-Syndrom fest. Lewis litt dadurch unter Herzrythmusstörungen. Doch sonst gibt es keine Auffälligkeiten bei dieser Erkrankung und der Betroffene wirkte sonst völlig gesund. Ärzte hatten ihm ein langes und gesundes Leben prophezeit, denn scheinbar sei das Risiko eines plötzlichen Herzstillstandes ziemlich gering. Laut des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum, kommt es nur zwischen 4 bis 12 Prozent aller Patienten zu plötzlichen Todesfällen. Doch ein Jahr nach der schrecklichen Diagnose ist er nun tot.

"Lewis zu verlieren hat mein Leben und das unseres Sohnes zerstört", so Lisa. "Das Syndrom ist ein leiser Mörder – ich möchte nur das Bewusstsein dafür schärfen und sichergehen, dass etwas gemacht wird", erklärt sie weiter. Lisa macht den Ärzte nun große Vorwürfe, denn ein automatischer Defibrillator hätte ihrem Partner womöglich das Leben retten können.

Aus diesem Grund hat die junge Mama nun eine Petition gestartet, denn sie möchte, dass Menschen mit dem Brugada-Syndrom selbst entscheiden sollten, ob sie solch ein Gerät möchten – und das, auch wenn, die Ärzte eine hohe Lebenserwartung einschätzen. "Das Leben ist so kurz und ich weiß heute, dass ich sehr naiv war, weil ich dachte, so etwas würde nicht passieren", so die junge Witwe. Nun muss sie ihren zweijährigen Sohn Tyler alleine großziehen. Wir wünschen ihr viel Kraft in den schweren Stunden. 

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